Arbeitskreis sucht Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise durch Iran-Konflikt
Greta WagnerArbeitskreis sucht Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise durch Iran-Konflikt
Am kommenden Freitag tritt in Deutschland erneut ein überparteilicher Arbeitskreis zusammen, um die steigenden Lebensmittelpreise in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zu bekämpfen. Die aus Mitgliedern von SPD und CDU/CSU bestehende Gruppe wird sich erstmals mit den Auswirkungen der Krise auf Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung und Supermarktpreise befassen.
Der Bundestag hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Schwankungen bei den Spritpreisen einzudämmen, indem Tankstellen auf eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr mittags beschränkt wurden. Nun rückt die Entwicklung der Lebensmittelkosten in den Fokus, da der anhaltende Iran-Konflikt die Lieferketten weiter belastet.
An den Gesprächen werden Landwirte, Händler und Verbraucherverbände teilnehmen. Vertreter des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Raiffeisenverbandes, des Lebensmitteleinzelhandels sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) werden ihre Sorgen darlegen. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Esra Limbacher warnte, dass einkommensschwache Haushalte die Hauptlast der Preissprünge tragen müssten.
Limbacher dämpfte zudem die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Iran-Krise. Angesichts fehlender Anzeichen für eine baldige Lösung steht der Arbeitskreis unter Druck, kurzfristige Notfallhilfen auf den Weg zu bringen – eine Forderung, die die SPD bereits seit Beginn der Preisanstiege stellt.
Das Treffen am Freitag ist bereits die dritte Zusammenkunft der Koalition, um die Folgen des Iran-Konflikts zu bewältigen. Die Beratungen werden mögliche Hilfsmaßnahmen für betroffene Familien und Unternehmen prägen. Eventuelle Beschlüsse könnten in den kommenden Wochen direkte Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise und das Angebot in den Supermärkten haben.






