AfD-Regierungsbeteiligung spaltet Deutschland: Umfrage zeigt klare Alters- und Regionalunterschiede
Greta WagnerUmfrage: Fast ein Drittel unterstützt AfDs Rolle in der Regierung, wenn sie in Bundesländern gewinnt - AfD-Regierungsbeteiligung spaltet Deutschland: Umfrage zeigt klare Alters- und Regionalunterschiede
Eine neue YouGov-Umfrage offenbart tiefe Spaltungen unter deutschen Wählern über einen möglichen Einzug der rechtspopulistischen AfD in Landesregierungen. Die zwischen dem 20. und 23. Februar durchgeführte Erhebung mit 2.315 Teilnehmenden zeigt, dass 58 Prozent die Idee ablehnen – selbst wenn die AfD bei Landtagswahlen zur stärksten Kraft wird. Gleichzeitig würden 32 Prozent eine Regierungsbeteiligung unter diesen Umständen befürworten.
Die Umfrage macht deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und Regionen sichtbar. Bei den jüngeren Wählern zwischen 18 und 29 Jahren lehnen 62 Prozent eine AfD-Beteiligung ab, nur 24 Prozent stehen ihr positiv gegenüber. Mit steigendem Alter wächst die Zustimmung und erreicht bei den 50- bis 69-Jährigen 37 Prozent. Doch auch in der ältesten Gruppe bleibt die Ablehnung hoch: 67 Prozent der über 70-Jährigen sprechen sich gegen eine Koalition mit der Partei aus.
Regional zeigen sich ebenfalls markante Differenzen. In Westdeutschland lehnen 60 Prozent eine AfD-Teilnahme an der Regierung ab, in Ostdeutschland sind es 49 Prozent. Die Debatte gewinnt vor den anstehenden Wahlen an Brisanz: Am 8. März stimmt Baden-Württemberg ab, am 22. März Rheinland-Pfalz, im September folgen Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Die AfD konnte in diesen Bundesländern bereits Mandate erringen, etwa 2021 in Rheinland-Pfalz mit neun Sitzen – drei davon verlor sie später wieder. In Baden-Württemberg zog die Partei 2021 ebenfalls in den Landtag ein; Kandidaten wie Bernhard Eisenhut erreichten im Wahlkreis Singen 11 Prozent der Stimmen.
Getestet wurden auch die Einstellungen zu möglichen Koalitionsstrategien. Auf die Frage, ob die CDU ein Bündnis mit der Linken eingehen sollte, um die AfD auszuschließen, stimmten 44 Prozent zu, während 43 Prozent dies ablehnten.
Die Ergebnisse spiegeln die anhaltenden Spannungen um die Rolle der AfD in der deutschen Politik wider. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen bleibt ihr potenzieller Einfluss ein umstrittenes Thema. Die Umfrage unterstreicht, wie stark Alter und Herkunft die Haltung zur Regierungsbeteiligung der Partei prägen.






