19 November 2025, 20:08

A14-Ausbau: Tausende Bäume in der Altmark bleiben dank Ersatzpflanzungen stehen

Eine Stadtansicht mit zahlreichen Gebäuden, Autos auf der Straße und Bäumen am Boden.

Verlängerung der A14: Keine Rodungen in der Altmark - A14-Ausbau: Tausende Bäume in der Altmark bleiben dank Ersatzpflanzungen stehen

Pläne zum Abholzen tausender Bäume in der Altmark für den Ausbau der A14 fallen weg

Statt der geplanten Rodungen im Rahmen des A14-Ausbaus zwischen Magdeburg und Schwerin werden die Behörden nun Ersatzpflanzungen an anderen Standorten vornehmen. Die Entscheidung ist Teil eines der größten Autobahnprojekte Deutschlands, das mit Kosten von über zwei Milliarden Euro verbunden ist.

Die Bäume bei Gardelegen waren ursprünglich als ökologischer Ausgleich für den Bau der A14 gepflanzt worden. Doch nach der Entdeckung, dass falsches Saatgut verwendet worden war, wurden die Abholzarbeiten im Gardelegener Forst gestoppt. Das für den Fehler verantwortliche Unternehmen muss nun die Kosten für die Neupflanzung der richtigen Baumarten tragen.

Einige Abschnitte der A14-Erweiterung sind bereits für den Verkehr freigegeben. Um die Umweltbelastung auszugleichen, hat das Land zusätzliche Flächen für neue Ausgleichspflanzungen bereitgestellt. Dadurch bleiben die bestehenden Bäume in der Altmark unangetastet.

Dem Unternehmen, das für den Fehler bei der Bepflanzung verantwortlich ist, drohen zudem strafrechtliche Konsequenzen wegen des Einsatzes falschen Saatguts. Nähere Angaben zur Firma oder zu konkreten Strafen wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Durch den Stopp der Rodungen bei Gardelegen bleibt der bestehende Wald erhalten. Das fehlerhafte Unternehmen finanziert die Ersatzpflanzungen, während der Ausbau der A14 mit bereits nutzbaren Teilstrecken voranschreitet. Die Gesamtkosten für die Autobahn-Erweiterung liegen weiterhin bei über zwei Milliarden Euro.