17 June 2026, 19:15

82 Prozent der Deutschen misstrauen dem Staat – Ungerechtigkeit spaltet die Gesellschaft

Bartsch Direct: Gefährlicher Vertrauensverlust

82 Prozent der Deutschen misstrauen dem Staat – Ungerechtigkeit spaltet die Gesellschaft

Eine aktuelle Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit unter den deutschen Bürgerinnen und Bürgern. Mehr als 80 Prozent sind der Ansicht, dass der Wohlstand im Land ungerecht verteilt ist. Die Ergebnisse zeigen zudem einen deutlichen Vertrauensverlust in die Fähigkeit des Staates, zentrale Probleme zu lösen.

Die Erhebung macht eine weit verbreitete Skepsis gegenüber der Handlungsfähigkeit der Regierung deutlich: 82 Prozent der Befragten vertrauen dem Staat nicht mehr, seine Aufgaben zu erfüllen oder nationale Herausforderungen zu bewältigen. Viele haben den Eindruck, dass die Last von Sparmaßnahmen und Reformen vor allem Arbeitnehmer, gesetzlich Versicherte und Angestellte trifft – nicht aber die Wohlhabendsten.

Zwei Drittel der Bevölkerung befürworten die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Auch eine Erbschaftssteuer für Milliardenerben findet breite Unterstützung, um die Ungleichheit zu verringern. Seit 16 Jahren stagniert die Wirtschaft, was die Frustration zusätzlich schürt.

Die Ergebnisse deuten auf einen klaren Wandel hin. Expertinnen und Experten betonen, dass eine gerechte Politik und zukunftsweisende Reformen notwendig sind, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Eine Regierung, die diese Sorgen ignoriert, riskiert, die Mehrheit weiter zu entfremden.

Die Umfrage unterstreicht die wachsende Kluft zwischen Bürgerinnen und Bürgern und dem Staat. Die meisten Menschen empfinden die Vermögensverteilung als ungerecht und zweifeln an der Handlungsfähigkeit der Regierung. Die Forderungen nach Steuerreformen für Reiche spiegeln den Wunsch nach mehr wirtschaftlicher Gerechtigkeit wider.

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