25 January 2026, 12:04

Zollfahnder decken illegale Beschäftigung in Kieler Nagelstudio auf

Ein verrosteter, brauner Metall-Nagelfeile mit einem abgenutzten, alten Aussehen liegt auf einer weißen Oberfläche.

Zollfahnder decken illegale Beschäftigung in Kieler Nagelstudio auf

Zollfahnder durchsuchen Nagelstudio in Kiel – Verdacht auf illegale Beschäftigung und Aufenthaltsverstöße

Am 18. Dezember 2025 hat die Zollfahndung ein Nagelstudio im Zentrum Kiels durchsucht. Bei der Aktion wurden neun vietnamesische Beschäftigte entdeckt, von denen fünf weder über eine gültige Aufenthalts- noch über eine Arbeitserlaubnis in Deutschland verfügten. Die Behörden haben daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht eingeleitet.

Die Kontrolle führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Hauptzollamt Kiel durch. Die Beamten nahmen die Personalien aller neun Mitarbeiter auf und informierten die Agentur für Arbeit. Fünf der Beschäftigten konnten keinen Nachweis über einen legalen Aufenthalt oder eine Arbeitsgenehmigung vorlegen.

Weitergehende Überprüfungen ergaben, dass die fünf Personen nicht bei der Deutschen Rentenversicherung gemeldet waren und somit keine Sozialabgaben entrichtet hatten. Der Betreiber des Studios muss sich nun Vorwürfen stellen, die Arbeiter beschäftigt und möglicherweise deren illegalen Aufenthalt unterstützt zu haben. Zudem prüfen die Ermittler, ob die Beschäftigten den gesetzlichen Mindestlohn erhielten. Der Fall wird weiter aufgeklärt; die Behörden werten derzeit Arbeitsverträge und Aufenthaltsdokumente detailliert aus.

Die Razzia hat formelle Ermittlungsverfahren sowohl gegen den Studiosbetreiber als auch gegen die fünf undokumentierten Arbeiter eingeleitet. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Arbeitgeber Strafen wegen Förderung illegaler Beschäftigung und Aufenthaltsverstößen. Die endgültige Entscheidung hängt von weiteren Beweisen ab, darunter Lohnunterlagen und Aufenthaltsnachweise.