16 November 2025, 00:07

Wirtschaftsexpertin fordert Leuchtturmprojekte für mehr Wachstum in Deutschland

Ein Zug auf Eisenbahnschienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Wirtschaftsexpertin fordert Leuchtturmprojekte für mehr Wachstum in Deutschland

Die Wirtschaftsexpertin Ulrike Malmendier hat die Ergebnisse des Koalitionsausschusses als positiv, aber unzureichend bewertet. Ihrer Ansicht nach tut sich die Regierung schwer damit, Wachstumschancen zu priorisieren – insbesondere bei zukunftsorientierten Unternehmen mit neuen Technologien. Malmendier schlägt ein Leuchtturmprojekt vor, etwa einen Durchbruch in der industriellen KI oder einen einheitlichen Markt für digitale Start-ups, um der Wirtschaft neuen Schwung zu verleihen.

Einige der neuen Pläne könnten ihrer Meinung nach der deutschen Wirtschaft nutzen – vorausgesetzt, sie werden mit einer klaren Wachstumsstrategie umgesetzt. Die geplante Senkung der Industrie-Strompreise und die Kraftwerksstrategie hält sie für wirtschaftsfördernd. Allerdings kritisiert sie, dass der Regierung in diesen Bereichen der Fokus fehle und sie zu wenig für langfristiges Wachstum unternehme. Zwar begrüßt Malmendier die Beschlüsse des Koalitionsausschusses, doch sie betont, dass mehr nötig sei. Finanzminister Friedrich Merz solle verfügbare Mittel gezielt in neue Investitionen lenken, um den wirtschaftlichen Fortschritt voranzutreiben. Bisher gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass Merz ein Leuchtturmprojekt zur Förderung industrieller KI oder einen gemeinsamen Digitalmarkt für Start-ups auf EU-Ebene anstoßen will.

Malmendier fordert eine stärkere Ausrichtung auf wachstumsorientierte Pläne, um die deutsche Wirtschaft zu beleben. Zwar würdigt sie die Beschlüsse des Koalitionsausschusses, hält sie aber für unzureichend. Als mögliche Hebel schlägt sie ein Leuchtturmprojekt im Bereich industrielle KI oder einen einheitlichen Markt für digitale Start-ups vor. Zudem regt sie an, dass Finanzminister Friedrich Merz in neue Projekte investieren solle, um das langfristige Wirtschaftswachstum zu stärken.