Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche - Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche
Gefängnisse in Sachsen bereiten besondere Aktivitäten für ein würdevolles Weihnachtsfest der Häftlinge vor
In den Justizvollzugsanstalten Sachsens laufen die Vorbereitungen für ein besonderes Weihnachtsprogramm, das Inhaftierten trotz Haft ein festliches und würdevolles Erleben der Feiertage ermöglichen soll. Rund 2.900 Gefangene – darunter 226 Frauen – werden an den Angeboten teilnehmen, die speziell darauf abzielen, die emotional belastende Zeit hinter Gittern zu erleichtern. Justizministerin Constanze Geiert betont, wie herausfordernd die Weihnachtszeit für Inhaftierte und ihre Angehörigen sein kann.
Das Festtagsprogramm umfasst verlängerte Besuchszeiten sowie gemeinsame Weihnachtsfeiern für Familien. Angehörige erhalten so mehr Gelegenheit, Zeit mit den Inhaftierten zu verbringen und die Verbindung in der besinnlichen Zeit aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus organisieren die Gefängnisse Sportturniere, Bastelworkshops und Kochkurse, um die Gefangenen sinnvoll zu beschäftigen.
Am Heiligabend und an Weihnachten steht für die Häftlinge ein traditionelles Festmahl mit Braten auf dem Plan – ein Stück Normalität und Heimatgefühl in der oft entbehrungsreichen Haftumgebung. Zudem finden Advents- und Weihnachtsgottesdienste mit Krippenspielen und Live-Musik statt, um eine festliche Atmosphäre zu schaffen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, das oft als besonders hart empfundene Weihnachtsfest in Haft erträglicher zu gestalten.
Die Initiativen spiegeln den Versuch wider, in Sachsens Strafvollzug Sicherheit mit Menschlichkeit in Einklang zu bringen. Durch festliche Mahlzeiten, Familienbesuche und saisonale Aktivitäten hoffen die Verantwortlichen, die Isolation vieler Gefangener zu verringern. Die Angebote laufen im gesamten Dezember und richten sich an alle 2.910 Inhaftierten in der Region.