Warnstreiks legen Nahverkehr in ganz Deutschland lahm – 100.000 Pendler betroffen
Greta WagnerArbeitgeber: 35-Stunden-Woche nicht finanzierbar - Warnstreiks legen Nahverkehr in ganz Deutschland lahm – 100.000 Pendler betroffen
Warnstreiks legen öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland lahm – fast 100.000 Beschäftigte betroffen
In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 2.800 Mitarbeiter in den laufenden Tarifkonflikt verwickelt. Busse und Straßenbahnen blieben am 2. Februar 2026 stehen, während es zu massiven Verspätungen im gesamten Verkehrsnetz kam.
Besonders hart traf es die nordöstliche Region: Etwa 80 Prozent der lokalen Verkehrsverbindungen fielen aus. Die Arbeitgeber lehnen die Forderung der Gewerkschaft Verdi ab, die Wochenarbeitszeit von 39 auf 35 Stunden zu verkürzen – und zwar bei vollem Lohnausgleich. Carola Freier, Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV), argumentiert, eine solche Reduzierung käme einer effektiven Lohnerhöhung von 11 Prozent gleich, die sich die Arbeitgeber nicht leisten könnten.
Lokale Arbeitgeber werfen Verdi zudem vor, die Streiks seien nicht von regionalen Problemen getrieben, sondern von der Bundesführung der Gewerkschaft gesteuert. Freier betonte, die Gründe für die Arbeitsniederlegungen lägen nicht in den regionalen Verhandlungen. Unterdessen steht für den 16. Februar in Rostock eine dritte Verhandlungsrunde für die nordöstliche Region an.
Über Mecklenburg-Vorpommern hinaus haben sich die Streiks auf rund 150 kommunale Verkehrsbetriebe und Busunternehmen in ganz Deutschland ausgeweitet. Auch in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen kam es zu Einschränkungen, während der Tarifstreit weitergeht.
Die Warnstreiks lassen tausende Pendler ohne Verkehrsmittel zurück – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die nächste Verhandlungsrunde in Rostock wird zeigen, ob sich die Blockade löst oder weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Bis dahin bleibt der Betrieb in zahlreichen Regionen stark beeinträchtigt.