Volkswagen setzt auf China und neue Technologien – doch die Skepsis bleibt
Admin UserVolkswagen setzt auf China und neue Technologien – doch die Skepsis bleibt
Volkswagens China-Chef hat vor den möglichen globalen Folgen gewarnt, die eine Vernachlässigung des chinesischen Marktes für die Automobilbranche haben könnte. Unterdessen stuft die Deutsche Bank Research die Volkswagen-Aktie weiterhin mit "Kaufen" ein und setzt das Kursziel auf 110 Euro. Doch Analysten äußern Skepsis gegenüber den Zukunftsaussichten großer deutscher Automobilhersteller – darunter auch Volkswagen.
Volkswagen lotet derweil alternative Investitionsmöglichkeiten aus, um die aktuelle Branchenkrise zu meistern. Zulieferer für Antriebssysteme wie BorgWarner, ZF, Schaeffler, Magna und Mahle gelten als potenzielle Kandidaten. Diese Unternehmen präsentierten auf der IAA Mobility 2025 innovative Lösungen für Elektrifizierung und Emissionsreduzierung. Zudem verhandelt Volkswagen mit alternativen Halbleiterlieferanten, um die Versorgungsrisiken nach der Nexperia-Krise zu verringern.
Die Volkswagen-Aktie zeigt eine volatile Entwicklung: Zwar gelang kürzlich der Ausbruch über den 100-Tage-Durchschnitt, doch die Bildung eines "Shooting-Star"-Musterns sendet gemischte Signale an Händler. Aktuell notiert die Aktie bei 94,82 Euro – rund 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – mit einem RSI von 27,8, was auf eine überverkaufte Situation hindeutet. Dennoch hat Volkswagen das Halbleiterproblem mit Nexperia gelöst und die Produktion wieder voll hochgefahren.
Mit strategischen Investitionen in chinesische Technologien für autonomes Fahren und intelligente Cockpit-Systeme unterstreicht Volkswagen seinen Willen, im globalen Wettbewerb bestehen zu wollen. Doch die Chipkrise hat die Verwundbarkeit des Konzerns durch geopolitische Spannungen offenbart und die Notwendigkeit diversifizierter Lieferketten verdeutlicht. Trotz der "Kaufen"-Empfehlung der Analysten bleiben die Bedenken über Branchenumbrüche und Herausforderungen bestehen.