Vodafone-Klage mit 110.000 Geschädigten: EuGH soll über Preiserhöhung entscheiden
Noah WernerKlage gegen Vodafone zieht sich hin - Vodafone-Klage mit 110.000 Geschädigten: EuGH soll über Preiserhöhung entscheiden
Ein großes Musterklageverfahren gegen Vodafone, angeführt vom Verband der Verbraucherzentralen (vzbv), ist vorerst ausgesetzt worden. An der Klage beteiligen sich über 110.000 Geschädigte, die gegen eine Preiserhöhung von fünf Euro pro Monat für Festnetz-Internet vorgehen, von der zehn Millionen Kunden betroffen waren. Nun hat das Oberlandesgericht Hamm den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um Klärung zentraler Rechtsfragen ersucht.
Streitpunkt ist die Entscheidung Vodafones, die Preise für Festnetz-Internet um fünf Euro pro Monat anzuheben. Verbraucherschützer halten diese Erhöhung für rechtswidrig und fordern Erstattungen. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnten betroffene Kunden ohne individuelle Klagen eine Million Euro Entschädigung erhalten.
Die Entscheidung des EuGH wird zeigen, ob Vodafones Preiserhöhung gegen Verbraucherschutzbestimmungen verstößt. Ein Urteil zugunsten des vzbv könnte zu automatischen Rückerstattungen für Millionen Kunden führen. Das Verfahren ruht nun, bis der Europäische Gerichtshof seine rechtliche Einschätzung vorlegt.