Ulrich Mäurers Abschied: 17 Jahre Durchhaltevermögen für Bremen
Claudia SeidelMaurers Lektion: 'Dranbleiben und nicht entmutigen lassen' - Ulrich Mäurers Abschied: 17 Jahre Durchhaltevermögen für Bremen
Maurers Lehre: „Dranbleiben und sich nicht entmutigen lassen“
Maurers Lehre: „Dranbleiben und sich nicht entmutigen lassen“
Ulrich Mäurer, Bremens langjähriger Senator für Inneres und Sport, scheidet nächste Woche aus seinem Amt aus. Der 74-Jährige, der die Behörde seit 2008 leitet, nannte sein Alter als Hauptgrund für den Rückzug nach fast 17 Jahren in der Landesregierung. Sein Abschied markiert das Ende einer Ära für die politische Führung der Hansestadt.
Mäurer, gelernter Jurist, prägte maßgeblich die Bremer Verwaltung. Als Vorsitzender der Innenministerkonferenz gestaltete er bundesweite Sicherheitspolitik mit. Einer seiner bedeutendsten Erfolge gelang nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit: Bremen gewann kürzlich einen Prozess vor dem Bundesverfassungsgericht, der es dem Land ermöglicht, zusätzliche Polizeikosten für hochriskante Bundesliga-Spiele an die Deutsche Fußball Liga (DFL) weiterzugeben. Mäurer betonte stets Durchhaltevermögen – viele Vorhaben scheiterten zunächst, setzten sich aber mit Beharrlichkeit durch.
Sein Ausscheiden hinterlässt eine Lücke in der Bremer Regierung; Högl übernimmt als erste Innen-Senatorin. Der Wechsel erfolgt in einer Phase, in der sich das Land auf die Wahlen 2027 vorbereitet. Maurers Abschied fällt zudem mit einem wichtigen juristischen Erfolg zusammen: der Klärung der umstrittenen Polizeikosten bei Fußballspielen, ein Thema, das er über Jahre hinweg vorantrieb.