Timi Zajc nach zweiter Disqualifikation vom Vierschanzenturnier ausgeschlossen
Noah Werner"Find es frech": Kritik an gesperrtem Skispringer Zajc - Timi Zajc nach zweiter Disqualifikation vom Vierschanzenturnier ausgeschlossen
Der slowenische Skispringer Timi Zajc ist nach einer weiteren Disqualifikation vom Rest des Vierschanzentourniers ausgeschlossen worden. Sein Sprunganzug entsprach bei dem Wettbewerb in Garmisch-Partenkirchen nicht den Vorschriften – bereits sein zweiter Verstoß in ebenso vielen Wettkämpfen. Der Vorfall hat Kritik von ehemaligen Athleten ausgelöst und die verschärften Kontrollen der Ausrüstung in dieser Sportart in den Fokus gerückt.
In Garmisch-Partenkirchen wurde Zajc disqualifiziert, nachdem Prüfer festgestellt hatten, dass sein Anzug die zulässige Grenze um vier Millimeter überschritt. Bereits in Oberstdorf war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Dort hatte eine Abweichung von drei Millimetern zu seinem Ausschluss geführt, wodurch der Deutsche Felix Hoffmann den dritten Platz sichern konnte.
Der ehemalige Weltklasse-Springer und heutige Eurosport-Experte Martin Schmitt nannte Zajcs Verhalten "frech" und stellte sein Regelverständnis infrage. Schmitt vermutete, dass Zajcs grinsendes Auftreten vor dem Sprung bei den Offiziellen zusätzliche Aufmerksamkeit erregt habe. Das Problem beschränkt sich jedoch nicht auf Zajc: Auch andere Teilnehmer wie der US-Amerikaner Jason Colby und der Türke Fatih Arda İpcioğlu mussten wegen Verstößen gegen die Ausrüstungsbestimmungen Konsequenzen hinnehmen. Hoffmann betonte die Bedeutung strenger Kontrollen und erinnerte daran, dass die Einhaltung der Regeln eine grundlegende Voraussetzung für den professionellen Skispringen sei.
Durch die wiederholten Disqualifikationen ist Zajcs Teilnahme am diesjährigen Vierschanzenturnier beendet. Die Vorfälle unterstreichen die zunehmende Bedeutung der Ausrüstungsregeln im Skispringen. Angesichts der strengeren Überwachung müssen die Athleten nun sicherstellen, dass ihre Ausrüstung den Vorgaben entspricht, bevor sie an den Start gehen.