30 January 2026, 10:09

Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividendenpläne und für Jobsecurity

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund zeigt "Kinderschutz ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen", mit einer vielseitigen Gruppe von Menschen, die gemeinsam stehen.

Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividendenpläne und für Jobsecurity

Arbeiter von Thyssenkrupp und dem Gemeinschaftsunternehmen HKM haben vor der Hauptversammlung des Konzerns in Bochum protestiert. Sie forderten einen Thyssenkrupp Sozialtarifvertrag – ein soziales Manteltarifabkommen –, um Arbeitsplätze zu sichern, angesichts drohender Personalabbaumaßnahmen. Gleichzeitig riefen sie die Aktionäre auf, eine geplante Dividendenausschüttung in Höhe von 93 Millionen Euro abzulehnen.

Die von der Gewerkschaft IG Metall unterstützten Beschäftigten versammelten sich vor dem Veranstaltungsort, um ihre Sorgen um die Jobsecurity zum Ausdruck zu bringen. Beim Stahlhersteller HKM, an dem Thyssenkrupp beteiligt ist, stehen Stellenstreichungen bevor – was bei den Mitarbeitern Ängste auslöst. Marco Gasse, Vorsitzender des Betriebsrats, führte die Forderungen nach einer fairen Regelung an, um die Entlassungen sozialverträglich zu gestalten.

Im Fokus des Protests stand eine geplante Dividende von 15 Cent pro Thyssenkrupp Aktie, was insgesamt 93 Millionen Euro entspricht. Die Belegschaft argumentierte, dieses Geld solle stattdessen in Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitsplätzen fließen. Die IG Metall kritisierte das Unternehmen scharf dafür, Thyssenkrupp Aktionärsgewinne über die Belegschaft zu stellen.

Auch Thyssenkrupp-Mitarbeiter schlossen sich der Demonstration an und forderten die Aktionäre auf, auf Dividenden zu verzichten. Ihre Botschaft war eindeutig: Finanzielle Mittel müssten in den Erhalt von Arbeitsplätzen investiert werden – nicht in die Ausschüttung an Thyssenkrupp Investoren.

Der Protest spiegelte die Spannungen zwischen Belegschaft und Unternehmensführung wider, die sich um Jobsecurity und Gewinnverteilung drehen. Angesichts der bevorstehenden Stellenstreichungen bei HKM bleibt die Forderung nach einem sozialen Thyssenkrupp Tarifvertrag vorerst unerfüllt. Das Ergebnis der Hauptversammlung wird zeigen, ob die Aktionäre der umstrittenen Dividende zustimmen.