Tarifpoker im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn
Greta WagnerLohnverhandlungen für Beamte beginnen in Berlin - Tarifpoker im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn
Tarifverhandlungen für fast eine Million Staatsbedienstete starten in dieser Woche
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes beginnen in dieser Woche mit den Lohnverhandlungen für knapp eine Million Landesbeschäftigte. Die Gespräche starten am Mittwoch um 11:00 Uhr in Berlin, wo die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von sieben Prozent durchsetzen wollen. Die Arbeitgeberseite hat die Forderung bereits vor Verhandlungsbeginn als unrealistisch zurückgewiesen.
Fünf große Gewerkschaften – ver.di, GEW, GdP, IG BAU und der Deutsche Beamtenbund – werden ihre gemeinsamen Forderungen an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vorlegen. Sie verlangen entweder eine siebenprozentige Gehaltserhöhung oder mindestens 300 Euro mehr im Monat für rund 925.000 angestellte Beschäftigte. Das Ergebnis wird zudem Auswirkungen auf etwa 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte sowie eine Million Rentner aus dem öffentlichen Dienst haben, da deren Bezüge in der Regel an die Tarifabschlüsse gekoppelt sind.
Die Verhandlungen werden die Gehälter von Millionen aktuellen und ehemaligen Beschäftigten im öffentlichen Sektor prägen. Ein eventueller Kompromiss gilt für die meisten Bundesländer – mit Ausnahme Hessens, das seine Tarifgespräche eigenständig führt. Die Gewerkschaften drängen auf höhere Löhne, während die Arbeitgeber von Anfang an Widerstand signalisieren.