Subventionierter Industrie-Strompreis ab 2026: Wer profitiert und zu welchen Bedingungen?
Emilia KönigSubventionierter Industrie-Strompreis ab 2026: Wer profitiert und zu welchen Bedingungen?
Ab dem 1. Januar 2026 können energieintensive Unternehmen, die im globalen Wettbewerb stehen, in Deutschland einen subventionierten Industrie-Strompreis beziehen. Rund 2.000 Betriebe sollen davon profitieren, wobei die Maßnahme den Bund in den kommenden drei Jahren 3,1 Milliarden Euro kosten wird.
Der geförderte Strompreis wird bei fünf Cent pro Kilowattstunde liegen. Unternehmen erhalten eine Erstattung von 50 Prozent der Differenz zwischen diesem Preis und dem marktüblichen Referenzstrompreis. Um förderberechtigt zu sein, müssen die Betriebe die Hälfte der Subvention in neue oder modernisierte Anlagen investieren, die die Stromsystemkosten senken, ohne den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu erhöhen. Zudem können sie eine zehnprozentige Aufstockung der Förderung erhalten, wenn sie mindestens 80 Prozent der Subvention in solche Investitionen fließen lassen.
Das Programm umfasst 91 Wirtschaftsbereiche und Teilsektoren, darunter große Teile der chemischen Industrie, die Metallproduktion und die Halbleiterfertigung. Zwar stehen die genauen begünstigten Branchen noch nicht endgültig fest, doch setzen sich etwa Kunststoffrecycler für eine Aufnahme ein, da ihre Branche besonders unter den hohen Strompreisen leidet. Die Unternehmen haben 48 Monate Zeit, um die geforderten Maßnahmen umzusetzen; in technisch begründeten Fällen sind Ausnahmen möglich.
Der subventionierte Industrie-Strompreis soll energieintensive Unternehmen entlasten und gleichzeitig Anreize für Investitionen in nachhaltige Produktionsstätten schaffen. Er kommt einer breiten Palette von Sektoren zugute und soll so zur Energiewende und zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie beitragen.