31 October 2025, 08:08

Start des HY.Kiel-Projekts: Emissionsfreie Wasserstoff-Tankstelle in Deutschland

Spieldosen auf Schienen, ein Tank auf Ständern, Pflanzen, ein Schild, ein Mast mit einer Flagge, Menschen, ein Zaun, ein Tor, Container, Fahrzeuge, Gebäude mit Fenstern und eine Lampe.

Start des HY.Kiel-Projekts: Emissionsfreie Wasserstoff-Tankstelle in Deutschland

Das HY.Kiel-Projekt – ein Meilenstein für emissionsfreien Verkehr – hat in Kiel den Betrieb aufgenommen. Ministerpräsident Daniel Günther weihte die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Stadt ein und setzte damit den Schlusspunkt unter eine fünfjährige Planungsphase und ein Jahr Bauzeit. Die Anlage, die vom Bundesverkehrsministerium mit 5,5 Millionen Euro gefördert wurde, kann täglich bis zu 20 Wasserstoff-Lkw, fünf Busse und zehn Pkw versorgen. Das entspricht einer emissionsfreien Gesamtstrecke von 26.500 Kilometern und einer jährlichen CO₂-Einsparung von 2.000 Tonnen. Das Projekt ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) und erhält zusätzliche Mittel aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) über die Europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF). Die Tankstelle umfasst eine Elektrolyseanlage, die jährlich 180 Tonnen grünen Wasserstoff produziert – mit einer Leistung von 2 Megawatt. Sie bietet 350-bar- und 700-bar-Zapfsäulen für Busse, Lkw und Pkw. Vorbild für HY.Kiel ist das eFarm-Projekt in Nordfriesland, das in Kürze um zehn Busse erweitert wird. Die Autokraft, eine Tochter der DB Regio Bus Nord, plant den Einsatz von zwei Brennstoffzellenbussen im Öffentlichen Nahverkehr des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Auch Privatpersonen können das Projekt über die Plattform GP Joule Invest Crowd mit Investitionen ab 250 Euro unterstützen. Das vom nordfriesischen eFarm-Projekt inspirierte Vorhaben ist nun betriebsbereit und unterstreicht Deutschlands Engagement für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität. Mit seiner beträchtlichen Wasserstoffproduktion und Tankkapazität wird HY.Kiel die CO₂-Bilanz der Region spürbar verbessern.