SPD in Schleswig-Holstein setzt 2027 auf Bildung und Wohnen gegen Günther
Noah WernerMidyatli sieht Versagen der Regierung in der Bildungsrichtlinie - SPD in Schleswig-Holstein setzt 2027 auf Bildung und Wohnen gegen Günther
Die SPD in Schleswig-Holstein bereitet sich auf die Landtagswahl 2027 vor und setzt in ihrem Wahlkampf die Schwerpunkte auf Bildung und Wohnen. Oppositionsführerin Serpil Midyatli hat die von der CDU geführte Landesregierung scharf kritisiert und ihr in beiden Bereichen wiederholte Versäumnisse vorgeworfen. Der neu gewählte Spitzenkandidat der Partei, Ulf Kämpfer, wird gegen Ministerpräsident Daniel Günther antreten.
Im November 2025 wählten die SPD-Mitglieder Ulf Kämpfer zum Spitzenkandidaten für die Wahl 2027. Er setzte sich in der internen Abstimmung gegen die Landesvorsitzende Serpil Midyatli durch. Seitdem spielt Midyatli weiterhin eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung der SPD-Strategie, mit besonderem Fokus auf Bildung und Wohnen.
Midyatli greift die Bilanz der Landesregierung im Schulbereich immer wieder an und behauptet, die Standards seien deutlich gesunken. Sie verwies auf Kürzungen bei den Wahlomat-Programmen (Deutsch als Zweitsprache), wo bis 2025 über 500 Lehrstellen gestrichen wurden. Aktuelle Bildungsstudien scheinen ihre Warnungen zu bestätigen und zeigen, dass Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern zurückfällt. Auch das Thema Wohnen hat sich zu einem zentralen Streitpunkt entwickelt. Midyatli wirft der Regierung vor, ihre eigenen Ziele verfehlt zu haben, wodurch die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum immer größer werde. Sie fordert dringend mehr öffentliche Investitionen, um den Mangel zu beheben. Sowohl Midyatli als auch Kämpfer sind sich einig, dass zusätzliche Mittel für die Bildung oberste Priorität haben müssen. Die SPD-Fraktion wirft Günthers Regierung eine "Kette von Versagen" vor und stellt die Wahl als Chance dar, Jahre des Niedergangs umzukehren.
Im Vorfeld der Wahl 2027 wird die SPD mehr Ressourcen für Schulen und Wohnen fordern. Midyatlis Kritik an der Regierungspolitik ebnet den Weg für eine hitzige Debatte über öffentliche Dienstleistungen. Mit Kämpfer an der Spitze will die Partei diese Themen in Wahlerfolge ummünzen.