Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - SPD in Rheinland-Pfalz kämpft um Macht in historischem Wahlkrimi
Rheinland-Pfalz: SPD kämpft um Macht in knappem Wahlkampf
Die SPD in Rheinland-Pfalz kämpft in einem eng umkämpften Landtagswahlkampf um den Erhalt ihrer Regierungsmacht. Trotz Umfragen, die ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU zeigen, gibt sich Parteichef Alexander Schweitzer zuversichtlich. Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert die SPD das Land – doch diesmal ist der Ausgang alles andere als sicher.
Die Sozialdemokraten führen Rheinland-Pfalz seit 1991 ohne Unterbrechung. Die früheren Ministerpräsidenten Rudolph Scharping, Kurt Beck und Malu Dreyer unterstützten Schweitzer bei der Abschlusskundgebung in Landau. Ihre Präsenz unterstreicht die lange Dominanz der SPD, die nur Ende der 1980er-Jahre kurz von der CDU durchbrochen wurde.
Schweitzer schließt eine große Koalition nicht aus, falls keine Partei eine klare Mehrheit erringt. Doch betont er, die SPD werde nur unter eigenen Bedingungen regieren – und vergleicht Führung mit einem Kapitän, der ein Schiff durch stürmische Gewässer steuert. Eine Beteiligung an einer CDU-geführten Regierung lehnte er kategorisch ab: Die SPD werde sich nicht mit der zweiten Geige zufriedengeben.
In den vergangenen Jahren wuchs der Druck durch Grüne und AfD, die der SPD traditionelle Wählerstimmen abspensten. Dennoch verweist Schweitzer auf seine Erfahrung und die Bilanz der Partei als Gründe, den Sozialdemokraten die Treue zu halten. Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die 33-jährige Ära der SPD weitergeht – oder ob die CDU erstmals seit Jahrzehnten das Ruder übernimmt.
Die Wahl wird die politische Richtung Rheinland-Pfalz' für Jahre prägen. Hält sich die SPD an der Macht, muss Schweitzer eine Regierung unter Druck von links und rechts führen. Gewinnt die CDU, könnte das Land erstmals seit den frühen 1990er-Jahren wieder eine konservativ geführte Regierung erleben.






