Der Spargelanbau beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelsaison startet mit Warnung vor deutlich höheren Preisen 2024
In Teilen Deutschlands hat die Spargelsaison begonnen, doch Landwirte warnen vor steigenden Preisen in diesem Jahr. Höhere Energiekosten und der neue Mindestlohn für Saisonarbeiter treiben die Produktionskosten in die Höhe. Besonders im Norden des Landes rechnen die Erzeuger mit den stärksten Preisanstiegen, auch wenn die genauen Änderungen noch unklar sind.
In Rheinland-Pfalz hat die Ernte bereits begonnen, da die Wetterbedingungen für ein frühes Wachstum ideal waren. Im Süden hält sich die Aktivität noch in Grenzen, während im Norden die Ernte später startet. In Baden-Württemberg beginnen die ersten Ernten üblicherweise Mitte März, mit größeren Mengen ab Ende März, während in Bayern die Hauptsaison im April einsetzt. Das Gebiet um Schrobenhausen in Oberbayern, bekannt für seinen Spargel mit geschützter geografischer Angabe, bleibt die größte zusammenhängende Anbauregion.
Der Spargelanbau ist vollständig auf Saisonarbeitskräfte angewiesen, weshalb die Löhne ein entscheidender Kostenfaktor sind. Der Mindestlohn in Deutschland stieg in diesem Jahr auf 13,90 Euro pro Stunde und wird bis 2027 auf 14,60 Euro steigen. Die Preise hängen zudem von Ertrag, Qualitätsklasse und Betriebskosten ab – alles Faktoren, die durch die höheren Lohnkosten unter Druck geraten.
Landwirte im Norden erwarten die stärksten Preiserhöhungen, da sich hier steigende Energie- und Lohnkosten summieren. Dennoch ist es noch zu früh, um zu sagen, wie viel Verbraucher auf Wochenmärkten oder in Supermärkten zahlen müssen.
In der frühen Phase der Saison zeigt sich in einigen Regionen vielversprechendes Wachstum, doch die finanziellen Belastungen für die Erzeuger nehmen zu. Da Löhne und Energiekosten steigen, werden sich die Spargelpreise voraussichtlich in den kommenden Wochen anpassen. Wie stark sich dies auf die Einkaufsrechnung der Verbraucher auswirkt, wird sich im Laufe der Ernte zeigen.






