01 January 2026, 16:17

Silvester in NRW: Weniger Angriffe auf Polizisten, aber mehr Verletzte

Gebäude mit Lichtern im Vordergrund, Feuerwerk und Rauch im Hintergrund, unter einem Himmel.

22 Polizeibeamte leicht verletzt an Silvester - Silvester in NRW: Weniger Angriffe auf Polizisten, aber mehr Verletzte

Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen: Weniger Gewalt gegen Polizisten, aber mehr leichte Verletzungen

Die Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen waren in diesem Jahr von einem Rückgang der Gewalt gegen Polizeibeamte geprägt. Die Behörden verzeichneten weniger Angriffe und Festnahmen als im Vorjahreszeitraum. Allerdings erlitten mehr Einsatzkräfte leichte Verletzungen.

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) registrierte 263 Angriffe auf Beamte – ein Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darunter waren 168 Fälle von schwerer Körperverletzung. Trotz des allgemeinen Rückgangs zogen sich 22 Polizisten leichte Verletzungen zu, fünf mehr als im Jahr zuvor.

Die Zahl der Angriffe mit Pyrotechnik ging deutlich zurück: Die Vorfälle sanken von 54 auf 20. Auch vorläufige Festnahmen nahmen ab – statt 13 im Vorjahr gab es nur noch sieben. Insgesamt wurden 154 Personen in Gewahrsam genommen, was einem Rückgang um 9 Prozent entspricht. Gleichzeitig stiegen die Platzverweise deutlich: Die Behörden erteilten 1.396 Anordnungen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Angriffe auf Polizisten lag neun niedriger als im Silvesterzeitraum 2023/2024.

Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild der Polizeieinsätze während der Feiern. Zwar gingen Angriffe und Festnahmen zurück, doch die Zahl der verletzten Beamten stieg. Der Anstieg der Platzverweise deutet darauf hin, dass die Behörden stärker darauf setzen, Störungen präventiv zu unterbinden, bevor sie eskalieren.