Schrottreifer Lkw auf A7 gestoppt – akute Gefahr durch Sicherheitsmängel
Claudia SeidelSchrottreifer Lkw auf A7 gestoppt – akute Gefahr durch Sicherheitsmängel
Gefährlicher polnischer Sattelzug auf A7 bei Neumünster gestoppt – Behördliche Ermittlungen eingeleitet
Am 13. Februar 2025 haben Polizeibeamte auf der Autobahn A7 bei Neumünster einen polnischen Sattelzug mit gravierenden Sicherheitsmängeln angehalten. Aufgrund des desolaten Zustands des Fahrzeugs bestand akute Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. Die Behörden haben inzwischen Verwaltungsstrafverfahren gegen den Fahrer sowie die beiden beteiligten Unternehmen eingeleitet.
Die Kontrolle erfolgte im Rahmen der laufenden Aktion "Truck & Bus", die sich auf die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten, Fahrzeugsicherheit sowie die korrekte Ladungssicherung konzentriert. Bei der Überprüfung stellten die Inspektoren undichte Kraftstoffleitungen in der Zugmaschine fest, die ein Brandrisiko darstellten und zu einem erheblichen Ölverlust führten. Der Auflieger selbst wurde als "schrottreif“ eingestuft, da seine tragenden Querträger stark korrodiert waren.
Im Kühlauflieger befanden sich drei Fahrzeuge, von denen nur eines ordnungsgemäß gesichert war. Die Polizei untersagte dem Lkw umgehend die Weiterfahrt und veranlasste die Abschleppung zu einem sicheren Standort. Die beiden polnischen Firmen, die mit dem Fahrzeug in Verbindung stehen – Trans Polonia Sp. z o.o. (Betreiber) und Aurotel Sp. z o.o. (eingetragener Halter) – müssen nun mit hohen Kosten rechnen, darunter Meldegebühren, Bergungskosten, Lagerkosten sowie mögliche Entsorgungskosten. Zudem prüfen die Behörden, ob aus der Ordnungswidrigkeit erzielte finanzielle Vorteile oder durch unterlassene Reparaturen eingesparte Beträge eingezogen werden können.
Die Aktion "Truck & Bus“ wird fortgesetzt, mit besonderem Fokus auf die Kontrolle von Lenk- und Ruhezeiten, der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge sowie der korrekten Ladungssicherung.
Dem Fahrer und den beiden Unternehmen drohen nun Verwaltungsstrafen sowie erhebliche finanzielle Konsequenzen. Die schweren Mängel des Lkw – von Kraftstofflecks bis hin zu struktureller Korrosion – zeigten deutliche Sicherheitsrisiken auf der Autobahn auf. Die Kontrollen in der Region bleiben streng, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.