Schleswig-Holsteins neue Agrarministerin sucht den Schultz mit Landwirten und Naturschützern
Emilia KönigNeuer Landwirtschaftsminister will Planbarkeit für Bauern - Schleswig-Holsteins neue Agrarministerin sucht den Schultz mit Landwirten und Naturschützern
Cornelia Schmachtenberg, die neu ernannte Landwirtschaftsministerin von Schleswig-Holstein, will moderne Landwirtschaft und Naturschutz in Einklang bringen. Sie ist überzeugt, dass beide Bereiche nebeneinander bestehen können, und plant, sich mit den Landwirten auszutauschen, um deren Bedürfnisse und Sorgen besser zu verstehen.
Schmachtenberg, die sich bereits schnell einen Namen in der Agrar- und Umweltpolitik gemacht hat, sieht den Hauptkonflikt in der Landwirtschaft nicht im Spannungsfeld zwischen Energie- und Nahrungsmittelproduktion, sondern im Widerstreit zwischen Windkraftanlagen und Naturschutzinteressen. Proteste von Landwirten akzeptiert sie als grundlegendes Recht.
Noch vor ihrer Ernennung spielte Schmachtenberg eine zentrale Rolle bei der Erarbeitung des Wahlprogramms ihrer Partei und den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Nun will sie für Landwirte Planungs- und Rechtssicherheit schaffen, um langfristige Investitionen zu ermöglichen.
Sie würdigt die Fortschritte der Landwirte bei der Einhaltung der Düngeverordnung, räumt aber ein, dass verstärkte Kontrollen und präzisere Messmethoden zu steigenden Nitratwerten im Grundwasser beitragen können. Das Konzept der Agri-Photovoltaik, bei dem Flächen gleichzeitig für Solaranlagen und Ackerbau genutzt werden, unterstützt sie – vorausgesetzt, die Fördergelder werden effizient eingesetzt.
Die für ihre Verhandlungsgeschick bekannte Schmachtenberg ist bereit, sich den Herausforderungen ihres neuen Amtes zu stellen. Dialog und Kritik – auch von Protestbewegungen – nimmt sie ernst, während sie an einer nachhaltigen und produktiven Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein arbeitet.