Schleswig-Holstein startet KommKlar SH: Bürger lernen Krisenvorsorge für 72 Stunden
Claudia SeidelSchleswig-Holstein startet KommKlar SH: Bürger lernen Krisenvorsorge für 72 Stunden
Landweite Kampagne KommKlar SH startet in Schleswig-Holstein – Bürger sollen sich auf Notfälle vorbereiten
In Schleswig-Holstein ist die neue Initiative KommKlar SH gestartet, die Anwohner dabei unterstützen soll, sich auf Krisensituationen vorzubereiten. Die Kampagne ruft dazu auf, im Ernstfall mindestens 72 Stunden lang autark zu sein. Unterstützt von über 30 Organisationen bietet sie praktische Hinweise zu Warnsystemen und dem richtigen Verhalten in Notlagen.
Federführend ist das Technische Hilfswerk (THW), die Bundesanstalt für technisch-humanitäre Hilfe mit rund 88.000 Ehrenamtlichen. Die Organisation ist auf technische und humanitäre Einsätze spezialisiert und kommt sowohl im Inland als auch im Ausland zum Einsatz. Sören Ollhoff, Landesbeauftragter des THW, betonte, dass private Vorsorge entscheidend sei, damit die Gesellschaft in Katastrophenfällen handlungsfähig bleibe.
Die Bürger werden auf ein Landesportal verwiesen, das Leitlinien zu Notvorräten und Verhaltensmaßnahmen bereithält. Die Kampagne läuft mindestens ein Jahr und reiht sich in ähnliche Projekte in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz ein. Auch diese Bundesländer fördern die Eigenvorsorge – etwa durch Übungen im Rahmen des Warntag 2026.
Die THW-Landesverbände Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein engagieren sich aktiv für KommKlar SH. Ziel ist es, die Bevölkerung auf Ausnahmezustände vorzubereiten – von Naturkatastrophen bis zu großflächigen technischen Störungen.
Die Kampagne ist Teil einer bundesweiten Strategie, um die Resilienz der Bevölkerung zu stärken. Mit dem Fachwissen des THW und der Unterstützung zahlreicher Partner bietet sie klare Handlungsanweisungen für den Notfall. Langfristig soll so Panik verringert und die Überlebenschancen in künftigen Krisen verbessert werden.






