17 March 2026, 20:05

Schleswig-Holstein setzt mit Digitalstrategie 2026 auf radikale Verwaltungsrevolution und KI-Zukunft

Gruppe von Männern, die um einen Tisch mit Laptops, Wasserflaschen, Mobiltelefonen und Papieren sitzen, mit einem Logo des Nigerianischen Regierungsprogramms für digitale Governance an der Wand dahinter.

Land schließt niemanden bei Digitalstrategie aus - Schleswig-Holstein setzt mit Digitalstrategie 2026 auf radikale Verwaltungsrevolution und KI-Zukunft

Schleswig-Holstein startet ehrgeizigen Plan zur Beschleunigung der digitalen Transformation

Die schwarz-grüne Landesregierung in Schleswig-Holstein hat ihre Digitale Strategie 2026 verabschiedet – ein ambitioniertes Vorhaben, um die digitale Wende im gesamten Bundesland voranzutreiben und sicherzustellen, dass keine Bürgerin und kein Bürger abgehängt wird. Im Mittelpunkt stehen Benutzerfreundlichkeit, Effizienz und gesellschaftlicher Nutzen durch bessere Vernetzung und schlankere Verwaltungsprozesse.

Das Land ist bereits Vorreiter beim Glasfaserausbau: Mit 84 Prozent der Anschlüsse liegt es mehr als doppelt so hoch wie der Bundesschnitt von 40 Prozent. Ein am 3. März 2026 verabschiedetes Digitalbeschleunigungsgesetz treibt nun die vollständige Digitalisierung von Verwaltungsabläufen voran und schreibt vor, dass Bürgerkontakte künftig "nur noch digital" stattfinden sollen. Zur Umsetzung fließen 140 Millionen Euro in den Breitbandausbau, während ein neues KI-Rechenzentrum an der Universität zu Lübeck – gefördert mit 29 Millionen Euro – die digitale Infrastruktur weiter stärken wird.

Kern der Strategie ist ein "digital kooperativer Staat", der Daten zwischen Behörden teilt und nach dem "Once-Only-Prinzip" arbeitet, um Bürokratie abzubauen. Ein eigenes Datenverbundnetz soll zudem die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Politiker verschiedener Parteien bewerten den Plan unterschiedlich: Die CDU-Abgeordnete Uta Wentzel sieht darin einen Schlüssel für die lokale Digitalwirtschaft und zukunftsweisende Technologien, während Sebastian Bonau von den Grünen auf digitale Souveränität auf kommunaler Ebene pocht – mit Forderungen nach sicherer und leistungsfähiger Infrastruktur.

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Kritik kommt von Bernd Buchholz (FDP), der vor digitaler Spaltung warnt und eine sensible Umsetzung fordert. Kianusch Stender (SPD) mahnt, einen "Top-down-Ansatz" zu vermeiden, und betont die Zusammenarbeit mit den Kommunen als entscheidend. Die Strategie setzt zudem auf Vernetzung aller Akteure, um Insellösungen zu verhindern, und bietet Unterstützung für diejenigen, die mit digitalen Tools Schwierigkeiten haben.

Die Kommunen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung – sie sollen vor Ort Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen begleiten.

Mit klaren Zielen strebt die Digitale Strategie 2026 eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur für Schleswig-Holstein an. Durch Investitionen in Breitband, KI und schlankere Verwaltungsdienstleistungen will das Land seine Führungsposition bei der Vernetzung ausbauen und Bürokratie abbauen. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, wie gut Land und Kommunen zusammenarbeiten – und ob es gelingt, alle Bürger mitzunehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft.

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