37 Personen in Sachsen-Anhalt 2025 zur Abschiebung festgenommen - Sachsen-Anhalt plant neues Abschiebehaftzentrum bis 2027
In Sachsen-Anhalt befanden sich im vergangenen Jahr 37 Menschen in Abschiebungshaft. Da das Bundesland über keine eigenen Einrichtungen verfügt, wurden die Inhaftierten in andere Regionen verlegt. Die Behörden verzeichneten 2025 allein 1.027 freiwillige Ausreisen und 576 erzwungene Abschiebungen.
Die meisten der Festgehaltenen standen vor der Abschiebung, weil die Gefahr bestand, dass sie untertauchen könnten. Die Mehrheit saß monatelang in Haft, während 23 andere nur wenige Tage in Abschiebehaft verbrachten. Unter den Inhaftierten befanden sich sechs Syrer und vier Iraker.
Da Sachsen-Anhalt kein eigenes Abschiebegefängnis betreibt, wurden die Betroffenen in Einrichtungen anderer Bundesländer gebracht. Um dies zu ändern, sind nun Pläne für ein neues Abschiebehaftzentrum in Volkstedt in Arbeit. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.
In den Zahlen des Vorjahres sind auch 1.027 Ausländer enthalten, die das Land freiwillig verließen. Weitere 576 Personen wurden nach abgeschlossenen Rechtsverfahren zwangsweise abgeschoben.
Das neue Haftzentrum in Volkstedt soll die Abhängigkeit von anderen Bundesländern verringern. Bis dahin wird Sachsen-Anhalt weiterhin auf die Verlegung von Inhaftierten in externe Einrichtungen angewiesen sein. Die Behörden haben keine Angaben zu den häufigsten Herkunftsländern der Betroffenen gemacht.