04 January 2026, 02:04

Ruhm verkürzt das Leben: Berühmte Musiker sterben fast fünf Jahre früher

Drei Frauen performen auf der Bühne eines Musikkonzerts, singen jeweils in ein Mikrofon und spielen eine Gitarre, mit einem Tisch voller Wasserflaschen und zusätzlichen Gitarren dahinter.

Ruhm verkürzt das Leben: Berühmte Musiker sterben fast fünf Jahre früher

Eine Studie der Universität Witten/Herdecke hat einen auffälligen Unterschied in der Lebenserwartung zwischen berühmten Musikern und ihren weniger bekannten Kollegen aufgedeckt. Demnach leben berühmte Künstler im Schnitt 4,6 Jahre kürzer als ihre weniger prominenten Kollegen. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass Ruhm selbst das Risiko eines frühen Todes um ein Drittel erhöht.

Forscher der Fakultät für Gesundheit der Universität analysierten die Sterblichkeitsraten unter Musikern. Ihre Daten zeigen, dass berühmte Künstler durchschnittlich 75,19 Jahre alt werden, während weniger bekannte Musiker im Schnitt 79,75 Jahre erreichen. Diese Differenz unterstreicht, wie öffentliche Aufmerksamkeit die Lebensdauer beeinflussen kann.

Die Studie verzeichnet zudem eine Verschiebung des Alters, in dem Ruhm tödlich wirken kann. Zwar bleibt der sogenannte „27er-Club“ – ein Begriff für Ikone wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Amy Winehouse – ein kulturelles Phänomen, doch die Daten legen nahe, dass moderner Ruhm das Leben heute bereits in noch jüngeren Jahren verkürzt.

Ruhm bringt offenbar Risiken mit sich, die über den künstlerischen Druck hinausgehen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass ein hohes öffentliches Profil die Sterblichkeitsrate um 33 Prozent im Vergleich zu weniger bekannten Personen erhöht. Die konkreten deutschen Wissenschaftler hinter der Studie wurden in den verfügbaren Quellen jedoch nicht namentlich genannt.

Die Ergebnisse bestätigen einen lange vermuteten Zusammenhang zwischen Ruhm und einer geringeren Lebenserwartung. Da berühmte Musiker im Durchschnitt fast fünf Jahre weniger leben, liefert die Studie handfeste Belege für die Belastungen, die öffentliche Bekanntheit mit sich bringt. Gleichzeitig untermauern die Daten die Sorgen über die Herausforderungen, denen Künstler im Rampenlicht ausgesetzt sind.