24 December 2025, 06:24

Renovierung der Staatskanzlei weiter verzögert

Eine Statue vor einem Gebäude.

Renovierung der Staatskanzlei weiter verzögert - Renovierung der Staatskanzlei weiter verzögert

Thüringens historisches Staatskanzlei-Gebäude wird teurer und später fertig als geplant

Die aufwendige Sanierung des denkmalgeschützten Staatskanzlei-Komplexes in Thüringen zieht sich hin und wird immer kostspieliger. Ursprünglich waren 2020 noch 26 Millionen Euro veranschlagt – mittlerweile belaufen sich die Kosten auf rund 36 Millionen Euro. Auch der Fertigstellungstermin hat sich verschoben: Mit dem vollständigen Abschluss der Arbeiten ist frühestens 2027 zu rechnen.

Das Ensemble der Staatskanzlei steht unter Denkmalschutz und besteht aus drei Renaissance-Patrizierhäusern, die später zu einem barocken Vierflügelbau erweitert wurden. Besonders der Innenhof und aufwendige architektonische Details erfordern eine behutsame Restaurierung.

Die Fortschritte bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück: Erst vor drei Jahren konnte der Nordflügel fertiggestellt werden. Weitere Büroräume sollen nun bis Mitte 2026 bezogen werden, doch die Gesamtmodernisierung hängt weiter hinterher. Die Thüringer Staatskanzlei selbst steuert das Projekt und ist für Planung und Genehmigungen auf Landesebene zuständig. Gestiegene Baukosten – bedingt durch die Coronavirus-Pandemie und den Krieg in der Ukraine – belasten das Budget zusätzlich. Zudem führten während der Arbeiten entdeckte Bauschäden zu weiteren Verzögerungen und höheren Ausgaben.

Mittlerweile liegt die voraussichtliche Gesamtkosten bei etwa 36 Millionen Euro – deutlich über den ursprünglich veranschlagten 26 Millionen. Da mit einer Fertigstellung erst 2027 zu rechnen ist, bleibt das Vorhaben sowohl finanziell als auch zeitlich eine Herausforderung. Die denkmalgerechte Sanierung des historischen Gebäudes hat zwar Priorität, doch weitere Rückschläge sind nicht ausgeschlossen.