Rekordzahl an Outdoor-Unfällen in Sachsens Mittelgebirgen alarmiert Bergretter
Greta WagnerBergrettung zieht Bilanz: Mehr Unfälle beim Radfahren - Rekordzahl an Outdoor-Unfällen in Sachsens Mittelgebirgen alarmiert Bergretter
Sachsens Mittelgebirgsregion verzeichnet starken Anstieg an Outdoor-Unfällen – Bergretter warnen vor Risiken
In Sachsens Mittelgebirgslandschaften hat sich die Zahl der Outdoor-Unfälle dramatisch erhöht, insbesondere bei Ski-, Snowboard- und Schlittenunfällen. Die Bergwacht Riesengebirge meldete eine Rekordzahl an Fahrradunfällen im Riesengebirge (Niederschlesische Berge). Gleichzeitig steht der Bergrettungsdienst unter wachsendem Druck, vor allem bei Großschadenslagen.
Retter warnen eindringlich vor den Gefahren von Schlittenunfällen und raten dringend zum Tragen von Helmen. Der Bergrettungsdienst appelliert an Besucher, die anspruchsvolle Topografie Sachsens ernst zu nehmen und sich entsprechend vorzubereiten. Allein 2025 gab es 194 Einsätze bei Ski- und Skilanglaufunfällen – ein Anstieg gegenüber 141 Fällen im Jahr 2024. Auch Snowboard- und Schlittenunfälle stiegen auf 124 (2024: 86). Mit 152 Einsätzen blieben Wanderunfälle jedoch weiterhin die häufigste Unfallart.
Sachsens Tourismusminister lobte das ehrenamtliche Engagement des Bergrettungsdienstes. Doch der Dienst steht vor immer größeren Herausforderungen, insbesondere bei Großschadensereignissen. Einige Mountainbike- und Klettersteigunfälle endeten mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich. Die Bergwacht Riesengebirge verzeichnete mit 47 Notrufen einen Rekord bei Fahrradunfällen in den Niederschlesischen Bergen. Auch im sächsischen Mittelgebirge meldete die Bergwacht Eibenstock mit 47 Einsätzen bei Bike-Unfällen einen Höchststand. Kletterunfälle gingen hingegen auf 20 Einsätze zurück (davon 18 in der Sächsischen Schweiz).
Der Anstieg der Outdoor-Unfälle in Sachsens Mittelgebirgen unterstreicht die Notwendigkeit, die anspruchsvollen Bedingungen ernst zu nehmen und sich gut vorzubereiten. Die ehrenamtliche Arbeit der Bergretter ist unverzichtbar – doch der Druck auf die Einsatzkräfte wächst, besonders bei großflächigen Katastrophen.