Tiermagnet auf der A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - "Rehné" – Der Hirsch, der die Autobahn A7 bei Soltau eroberte
Ein junger Hirsch mit dem Spitznamen "Rehné" ist seit über zwei Jahren eine vertraute Erscheinung in der Nähe der Autobahn A7 bei Soltau. Autofahrer melden regelmäßig Sichtungen des Tieres nahe der Anschlussstelle Soltau-Süd, wenn es sich in Richtung Hannover bewegt. Nun ergreifen die Behörden Maßnahmen, um die Sicherheit auf der vielbefahrenen Strecke zu gewährleisten.
Der vermutlich etwa drei Jahre alte Hirsch hat sich offenbar an den Lärm und das Treiben des Verkehrs gewöhnt. Anders als viele Wildtiere seiner Art streift er nicht auf der Suche nach einem Partner umher, sondern wird meist allein gesichtet. Trotz seiner häufigen Auftritte gab es bisher keine Unfälle, an denen das Tier beteiligt war.
Die Polizei rät Autofahrern, wachsam zu bleiben, aber abruptes Bremsen oder Anhalten zu vermeiden, falls sie dem Hirsch begegnen. Um die Gefahren zu minimieren, sollen in Kürze Warnschilder entlang des Autobahnabschnitts aufgestellt werden. Ähnliche Schilder in ganz Deutschland haben in den vergangenen fünf Jahren über 1.200 wiederholte Wildtiersichtungen dokumentiert – darunter Rehe, Wildschweine und andere Hirsche.
Rehné hält sich vor allem nahe der Anschlussstelle Soltau-Süd auf und bewegt sich oft in Richtung Hannover. Sein Verhalten deutet darauf hin, dass er sich an die Autobahnumgebung angepasst hat, ohne Anzeichen von Stress zu zeigen.
Die Warnschilder sollen sowohl die Autofahrer als auch den Hirsch schützen. Da bisher keine Vorfälle gemeldet wurden, spiegeln die Maßnahmen einen vorsichtigen Umgang mit Wildtieren in der Nähe stark befahrener Straßen wider. Die Anwesenheit des Hirschs erinnert daran, wie sich Tiere an vom Menschen geprägte Landschaften anpassen können.






