22 March 2026, 00:08

Porsche verschiebt E-Auto-Ziele: Verbrenner bleiben länger im Programm

Weißer Porsche Taycan Turbo S E-Hybrid auf der IAA in Frankfurt gezeigt, umgeben von schwarzen Schlafzimmermöbeln.

Porsche verschiebt E-Auto-Ziele: Verbrenner bleiben länger im Programm

Porsche hat sein Ziel, bis 2030 fast ausschließlich Elektrofahrzeuge anzubieten, zurückgestellt. Die Entscheidung fällt in eine Phase stark rückläufiger Auslieferungen, sinkender Gewinne und einer unberechenbaren Wirtschaftslage. Auch der Aktienkurs erreichte ein 52-Wochen-Tief – ein deutliches Signal für die Sorgen der Anleger.

Ursprünglich hatte der Stuttgarter Sportwagenhersteller geplant, den Großteil seiner Modellpalette noch in diesem Jahrzehnt auf rein batteriebetriebene Fahrzeuge umzustellen. Doch steigende Energiekosten, Inflationsdruck und ein Anstieg der Brent-Rohölpreise um 27 Prozent zwingen das Unternehmen zum Umdenken. Die jüngste Prognose der Europäischen Zentralbank, die die Inflation für 2026 auf 2,6 Prozent taxiert, verstärkt die Unsicherheit zusätzlich.

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Porsche wird nun seine Modelle mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb – darunter der Panamera und der Cayenne – länger im Programm behalten. Mit diesem Schritt soll die Umsatzstabilität gesichert werden, solange die Nachfrage nach Elektroautos schwankt. Besonders der Absatz hochpreisiger Hybridfahrzeuge in Europa und China wird in diesem Jahr eine zentrale Rolle für die Gewinnmargen spielen.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens traten 2025 deutlich zutage: Die Gesamtauslieferungen sanken um 10,1 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge, wobei die Verkäufe in China sogar um 26 Prozent einbrachen. Der operative Gewinn stürzte um 92,7 Prozent ab und lag nur noch bei 413 Millionen Euro. Diese Rückschläge unterstreichen die Herausforderungen, vor denen Porsche im Wettbewerb mit reinen Elektroautoherstellern steht.

Neben den Marktbedingungen bremsen auch strukturelle Probleme wie die Ladeinfrastruktur, die Batterietechnologie und Engpässe bei Rohstoffen den Umstieg auf die Elektromobilität.

Die überarbeitete Strategie sieht vor, die Lebensdauer der Verbrenner- und Hybridmodelle zu verlängern, während der vollständige Wechsel zur E-Mobilität verschoben wird. Die Entscheidung spiegelt sowohl kurzfristige finanzielle Zwänge als auch langfristige Hürden bei der Elektrowende wider. Vorerst setzt das Unternehmen auf eine ausgewogene Modellpalette, um in einem instabilen Markt die Profitabilität zu sichern.

Quelle