01 January 2026, 12:07

Polizei stoppt 15-Jährige mit 525 illegalen Böllern in Garmisch-Partenkirchen

Ein Lagerfeuer mit Menschen, die darauf sitzen und liegen, mit Mützen tragend, einem Beutel und anderen Gegenständen auf dem Boden, umgeben von Bäumen und Himmel.

Teenager mit 525 Feuerwerkskörpern in Sporttasche - Polizei stoppt 15-Jährige mit 525 illegalen Böllern in Garmisch-Partenkirchen

Polizei stoppt drei 15-Jährige in Garmisch-Partenkirchen mit großem Vorrat an illegalen Feuerwerkskörpern

In der Silvesternacht hat die Polizei in Garmisch-Partenkirchen drei 15-jährige Jugendliche kontrolliert, nachdem bekannt wurde, dass sie eine große Menge illegaler Pyrotechnik bei sich trugen. Die Teenager hatten 525 Feuerwerkskörper dabei – allesamt Produkte, die ausschließlich für Erwachsene ab 18 Jahren freigegeben sind. Einige der Gegenstände waren sogar manipuliert worden, was sie deutlich gefährlicher machte als herkömmliche Feuerwerkskörper.

Bei der Gruppe fanden die Beamten hochwirksame Böller, darunter auch solche, die mit Sprühdosen kombiniert worden waren. Diese Abwandlung erzeugt ein instabiles und extrem gefährliches Gemisch, das schwere Verletzungen verursachen kann. Sämtliche Feuerwerkskörper waren als professionelle Pyrotechnik eingestuft, deren Verkauf und Verwendung streng auf lizenzierte Erwachsene beschränkt sind.

Die Jugendlichen wurden befragt und anschließend ihren Eltern oder gesetzlichen Betreuern übergeben. Bislang ist unklar, wer die Sprengstoffe an Minderjährige verkauft hat – weder die verantwortliche Person noch das Geschäft konnten bisher ermittelt werden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die Herkunft der illegalen Feuerwerkskörper zu klären. Gegen die Jugendlichen wurden vorerst keine Anklagen erhoben. Die Polizei wies jedoch darauf hin, dass die Abgabe von nicht freigegebener Pyrotechnik an Minderjährige eine Straftat darstellt. Der Vorfall wirft Fragen zur Verfügbarkeit gefährlicher Feuerwerkskörper im Vorfeld der Silvesterfeiern auf.

Der Fall unterstreicht die anhaltenden Risiken durch illegale Pyrotechnik, insbesondere wenn sie verändert oder an junge Menschen verkauft wird. Die Fahndung nach dem Lieferanten dauert an, während die Jugendlichen in die Obhut ihrer Familien entlassen wurden. Die Behörden betonten erneut, dass nur zugelassene, altersgerechte Feuerwerkskörper von der Bevölkerung verwendet werden dürfen.