Pharmabranche warnt vor US-Zöllen: Kanzleramt berät über drohende 15-Prozent-Abgaben
Admin UserBundesregierung lädt Pharma-Industrie zum Dialog ins Kanzleramt ein - Pharmabranche warnt vor US-Zöllen: Kanzleramt berät über drohende 15-Prozent-Abgaben
Pharma Deutschland e.V. hat einen Brief an die Bundesregierung gerichtet – und damit ein hochrangiges Treffen im Bundeskanzleramt am 12. November ausgelöst. Thema der Beratungen: die aktuelle Lage der Pharmabranche. Die Branche, die von den anhaltenden Handelskonflikten profitiert, verzeichnet in diesem Jahr ein Wachstum von 3 Prozent bei Umsatz, Produktion und Investitionen. An dem Gespräch, das von Thorsten Frei, dem Chef des Bundeskanzleramts, geleitet wird, nehmen Gesundheitsministerin Nina Warken, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Forschungsministerin Dorothee Bär teil. Im Mittelpunkt stehen die Rahmenbedingungen für die Branche – insbesondere die drohenden US-Zölle auf EU-Pharmaprodukte, die bis zu 15 Prozent betragen könnten. Die USA sind als wichtigster Absatzmarkt für deutsche Pharmaexporte von zentraler Bedeutung und machen etwa ein Viertel der Branchenausfuhren aus. Die hohen Arzneimittelpreise dort bieten sowohl Chancen als auch Risiken. Ziel des Treffens ist es, diese Herausforderungen zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Gleichzeitig plant die Regierung, langjährige Initiativen wie die Pharma-Strategie und den Pharma-Dialog in einem umfassenden Prozess zusammenzuführen. Das anstehende Spitzentreffen im Kanzleramt unterstreicht den Willen der Bundesregierung, das Wachstum der Pharmaindustrie zu fördern und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Angesichts der drohenden US-Zölle wird die Zukunftsperspektive der Branche eine centrale Rolle in den Gesprächen spielen.