PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell und Modulbau
Emilia KönigPGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell und Modulbau
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, wagt einen mutigen Vorstoß auf dem deutschen Reihenhausmarkt. Der Schritt markiert einen bedeutenden Wandel, da große institutionelle Investoren in Deutschland bisher nur selten Einfamilienhäuser ins Visier genommen haben. Mit dem Fokus auf langfristige Vermietung statt Verkauf plant das Unternehmen den Bau bezahlbaren Wohnraums in Pendlerregionen rund um die großen Städte.
Die Häuser sollen in Modulbauweise errichtet werden – zu Kosten von 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten werden bei 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter liegen, was monatliche Belastungen von etwa 1.700 bis 1.800 Euro bedeutet. Damit sollen die Immobilien für Familien attraktiv werden, die nach stabilen, langfristigen Wohnlösungen suchen.
PGIMs Strategie kommt zu einer Zeit, in der der deutsche Immobilienmarkt an Fahrt verliert und Bauträger zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen sind, um Finanzierungen zu sichern. Um diese Hürde zu überwinden, springen nun große Investoren wie PGIM ein und übernehmen teilweise Garantien für diese Vorverkäufe. Im Gegenzug erhalten sie Zugang zum Markt zu geringeren Einstiegskosten.
Im Mittelpunkt stehen die Speckgürtel um die Großstädte, wo die Nachfrage nach familienfreundlichem Wohnraum unvermindert hoch bleibt. Indem PGIM auf Vermietung statt Weiterverkauf setzt, positioniert sich das Unternehmen für stabile Erträge in einem Segment, das traditionell von privaten Käufern dominiert wird.
PGIMs Engagement im Reihenhaussektor könnte die deutsche Immobilienlandschaft nachhaltig verändern. Das langfristige Mietmodell in Kombination mit der Modulbauweise könnte eine Lösung für die bezahlbare Wohnraumknappheit in Ballungsräumen bieten. Sollte die Strategie erfolgreich sein, dürften weitere institutionelle Investoren nachziehen.






