Pfälzische Kirche reformiert: Aus 15 werden vier Kirchenbezirke bis 2029
Greta WagnerEntwurf zur Reform der evangelischen Kirchenkreise steht - Pfälzische Kirche reformiert: Aus 15 werden vier Kirchenbezirke bis 2029
Die Evangelische Kirche der Pfalz steht vor einer umfassenden Strukturreform: Die Landessynode hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die bisherigen 15 Kirchenbezirke zu vier größeren Einheiten zusammenlegt. Ab dem 1. Januar 2029 sollen die neuen Bezirke jeweils rund 75.000 Gemeindeglieder umfassen. Ziel der Reform ist es, die Verwaltung zu vereinfachen und Ressourcen effizienter für Seelsorge, Bildung und lokale Arbeitsamt einzusetzen.
Die Neuordnung sieht folgende Zusammenlegungen vor: Homburg, Pirmasens und Zweibrücken bilden künftig einen Bezirk. Ein weiterer entsteht aus den bisherigen Bereichen Alsenz und Lauterecken sowie Donnersberg, Kaiserslautern und Kusel. Frankenthal, Germersheim, Ludwigshafen und Speyer schließen sich zusammen, während Bad Bergzabern, Bad Dürkheim-Grünstadt, Landau und Neustadt den vierten Bezirk bilden werden.
Mit der Reform sollen doppelte Strukturen abgebaut und Mittel gezielter für pastorale Aufgaben, Bildungsarbeit und die Unterstützung vor Ort genutzt werden. Nach der Zustimmung der Synode können nun Kirchenvorstände, Bezirksvertreter:innen und Mitarbeitergremien den Plan prüfen und Anpassungsvorschläge einbringen.
Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich von hochrangigen Kirchenvertreter:innen getroffen, etwa von der Synodalpräsidentin Sabine Foth oder dem Oberkirchenrat, wobei der genaue Ablauf noch nicht feststeht.
Bis 2029 reduziert sich die Zahl der Bezirke damit von 15 auf vier. Jeder neue Bezirk wird ein größeres Gebiet abdecken und mehr Gemeindeglieder betreuen. Die Kirche erhofft sich von den Änderungen eine effizientere Verwaltung und eine Stärkung der gemeindlichen Arbeitsagentur.