Petershausen bremst Gebührenanstieg für Wasser und Abwasser deutlich ein
Greta WagnerPetershausen bremst Gebührenanstieg für Wasser und Abwasser deutlich ein
Wasser- und Abwassergebühren in Deutschland steigen stark – Petershausen hält sich zurück
In den vergangenen Jahren sind die Kosten für Wasser und Abwasser in Deutschland deutlich gestiegen. Allein seit 2020 verzeichneten Städte wie München, Berlin und Hamburg Preiserhöhungen zwischen 22 und 28 Prozent. Die Gemeinde Petershausen plant hingegen für 2026 einen moderateren Anstieg von etwa 15 bis 18 Prozent und bleibt damit unter dem Bundestrend.
Die jüngsten Gebührenanpassungen in Petershausen sollen vergangene Fehlbeträge ausgleichen. In den letzten vier Jahren arbeiteten die Wasser- und Abwasserbetriebe mit einem Defizit. Die neuen Tarife, die zu Beginn des Jahres 2026 in Kraft treten, werden dazu beitragen, die Haushaltslage zu konsolidieren.
Gesetzlich sind kommunale Versorger verpflichtet, langfristig kostendeckend zu wirtschaften. Die Petershausener Gemeindewerke (EGP) erwarten, dass die Änderungen in diesem Jahr einen Überschuss erwirtschaften. Mit der Trinkwasserversorgung werden voraussichtlich 110.000 Euro eingenommen, während die Abwasserentsorgung etwa 250.700 Euro einbringen dürfte.
Bundesweit trieben Inflation, gestiegene Energiekosten und notwendige Infrastrukturinvestitionen die Preise in die Höhe. Zwar ist auch der Anstieg in Petershausen spürbar, doch bleibt er deutlich unter den 20 bis 30 Prozent, die andere Kommunen seit 2020 verzeichneten.
Die Gebührenerhöhung soll frühere Defizite abbauen und die finanzielle Stabilität der örtlichen Wasserversorgung sichern. Da die Einnahmen 2026 voraussichtlich die Ausgaben übersteigen werden, setzt Petershausen damit ein Zeichen gegen die drastischeren Preissprünge in größeren deutschen Städten. Die Anpassungen entsprechen den gesetzlichen Vorgaben für eine langfristige Kostendeckung.






