06 November 2025, 02:08

Özdemir fordert neue Sicherheitspolitik: „Gegen Rassismus und toxische Männlichkeit“

Eine Stadtszene mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Özdemir: 'Stadtszene'-Debatte wird einseitig geführt - Özdemir fordert neue Sicherheitspolitik: „Gegen Rassismus und toxische Männlichkeit“

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl 2024 in Baden-Württemberg, hat sich zu den Themen öffentliche Sicherheit und Migration in Deutschland geäußert. Er kritisiert vereinfachte Debatten und fordert eine überparteiliche Zusammenarbeit, um zu verhindern, dass Wähler zur rechtsextremen AfD abwandern. Özdemir weist darauf hin, dass Menschen mit Migrationshintergrund – besonders in Ostdeutschland – sich oft unsicher fühlten, weil sie nicht den wahrgenommenen rassistischen Normen entsprächen. Er schlägt vor, toxische Männlichkeit zu bekämpfen und Kriminalität als ein "Lebensstil"-Phänomen anzugehen, um die öffentliche Sicherheit in Deutschland zu verbessern. Die aktuelle Debatte über das "städtische Landschaftsbild" Deutschlands kritisiert Özdemir als zu simplifizierend. Er räumt ein, dass in einigen Migrantengemeinschaften veraltete, patriarchale Strukturen vorherrschen, die besonders für Frauen eine Bedrohung darstellen. Doch diese Probleme ließen sich nicht allein durch restriktive Maßnahmen lösen – hier brauche es differenzierte Ansätze. Ausgelöst wurde die Diskussion durch eine Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz Mitte Oktober. Merz präzisierte später, dass die Probleme vor allem von Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus in Deutschland ausgingen, die nicht arbeiteten oder sich weigerten, Regeln einzuhalten. Konkrete Maßnahmen, die Merz und Innenminister Horst Seehofer gemeinsam umgesetzt oder geplant hätten, um die Abschiebung von Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus in Deutschland zu verbessern, sind jedoch öffentlich nicht dokumentiert. Özdemir plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz in der Sicherheitspolitik, der die Ursachen von Kriminalität bekämpft und dafür sorgt, dass sich alle sicher und willkommen in Deutschland fühlen. Er ruft alle Parteien auf, zusammenzuarbeiten, um die Wähler davon abzuhalten, zur AfD überzulaufen. Unterdessen arbeitet die Bundesregierung weiter an der Migrationspolitik in Deutschland – mit einem Fokus von Merz und Seehofer auf restriktive Maßnahmen.