26 January 2026, 14:12

Norddeutschlands Arbeitsmarkt trotzt 2025 der steigenden Arbeitslosigkeit mit stabilen Beschäftigungszahlen

Ein Diagramm auf Papier mit dem Text "Arbeitslosengeldansprüche sinken", das einen abnehmenden Trend bei Arbeitslosengeldansprüchen in den USA zeigt.

Abnehmende Arbeitslosigkeit im Norden erwartet - Norddeutschlands Arbeitsmarkt trotzt 2025 der steigenden Arbeitslosigkeit mit stabilen Beschäftigungszahlen

Arbeitsmarkt in Norddeutschland zeigt sich widerstandsfähig trotz steigender Arbeitslosigkeit 2025

Trotz eines Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Jahr 2025 hat sich der Arbeitsmarkt in Norddeutschland als robust erwiesen. Zwar stieg die Erwerbslosigkeit in Schleswig-Holstein, doch blieb die Quote unter dem Bundesdurchschnitt. Experten prognostizieren nun eine leichte Besserung für das kommende Jahr – getrieben von der wirtschaftlichen Erholung und neuen Investitionen.

2025 verzeichnete Schleswig-Holstein einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 3,7 Prozent. Dennoch blieb der Arbeitsmarkt stabil, mit einer Rekordzahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet für 2026 einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozent, begünstigt durch Investitionsprogramme von Bund und Ländern.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten soll bis Mitte 2026 ihren Höhepunkt erreichen. Danach wird ein leichter Rückgang erwartet, vor allem aufgrund demografischer Veränderungen. Markus Biercher, Leiter der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, führte die positive Entwicklung auf die anhaltende konjunkturelle Erholung zurück. Wirtschaftsverbände fordern eine schnellere Anwerbung ausländischer Fachkräfte und eine bessere Integration von Geflüchteten. Der Arbeitgeberverband Hamburg/Schleswig-Holstein (UV Nord) betont, dass diese Maßnahmen entscheidend seien, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Der DGB Nord warnte jedoch davor, soziale Standards zu senken, um den Personalmangel zu lösen.

Die Beschäftigungsquote in Norddeutschland soll 2026 um 0,1 Prozent steigen. Die Prognose der Bundesagentur für Arbeit zeigt vorsichtigen Optimismus, auch wenn demografische Veränderungen das Wachstum begrenzen könnten. Der Arbeitsmarkt in der Region bleibt anpassungsfähig und balanciert zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und anhaltenden Herausforderungen.