Nokia-Aktie steigt – doch Mitarbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze
Greta WagnerNokia-Aktie steigt – doch Mitarbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze
Nokia-Aktie: Widerstand formiert sich!
Trotz starker Kursentwicklung plant Nokia Stellenstreichungen. Mitarbeiter in München und anderen europäischen Standorten organisieren Protest gegen die Standortstrategie.
- Dezember 2025, 13:32 Uhr
Seit Januar hat der Aktienkurs von Nokia um 21,3 % zugelegt und schloss am Freitag bei 5,26 Euro. Trotz dieser positiven Börsenentwicklung treibt das Unternehmen seine Pläne für massive Stellenabbauvorhaben voran. Nun formiert sich in ganz Europa Widerstand gegen die geplanten Maßnahmen.
Das Unternehmen will seine Abläufe straffen, indem es sich auf globale Schlüsselstandorte konzentriert – dabei droht München möglicherweise die Schließung. Sollte der Standort bis 2030 geschlossen werden, wären rund 770 Mitarbeiter in der Stadt betroffen. Die Sparstrategie hat maßgeblich zum jüngsten Anstieg des Nokia-Aktienkurses beigetragen.
Arbeitnehmer aus München, Frankreich, Griechenland und Italien haben sich zusammengeschlossen, um gegen die Entlassungen zu protestieren. Die IG Metall, die deutsche Gewerkschaft, unterstützt die Proteste und bezeichnet die Pläne als ein "verheerendes Signal". Daniele Frijia, Vorsitzender der IG Metall München und Mitglied im Nokia-Aufsichtsrat, treibt den Widerstand voran. Bisher hat sich keine Aktionärsgruppe öffentlich hinter die Bewegung der Beschäftigten gestellt.
Analysten warnen, dass erzwungene Änderungen an der Standortstrategie Nokia Reaktionen an den Finanzmärkten auslösen könnten. Zwar setzt das Unternehmen derzeit auf Effizienz, doch die Pläne sorgen bei den Mitarbeitern für große Verunsicherung.
Während die Nokia-Aktie weiter steigt, bangt die Belegschaft um ihre Arbeitsplätze. Der Widerstand von Beschäftigten und Gewerkschaften könnte die endgültigen Entscheidungen des Konzerns beeinflussen. Anpassungen der Standortstrategie könnten in den kommenden Monaten zudem das Vertrauen der Anleger erschüttern.