Neuer Flughafen-Frankfurt-Betriebsplan: Weniger Lärm für manche, mehr für andere
Claudia SeidelNeuer Flughafen-Frankfurt-Betriebsplan: Weniger Lärm für manche, mehr für andere
Ein neuer Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt wurde vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr geprüft. Das von der DFS und Fraport entwickelte Konzept zielt darauf ab, die Lärmverteilung anzupassen, ohne das Gesamtlärmniveau zu verändern. Die Änderungen bringen für manche Gebiete Entlastung, führen in anderen jedoch zu einer höheren Belastung.
Der aktualisierte Plan ist auf etwa 560.000 Flugbewegungen bis 2033 ausgelegt. Er soll die Lärmbelastung gerechter auf die betroffenen Regionen verteilen und gezielte Ruhephasen einführen. Dazu gehören eine morgendliche Lärmpause sowie stärkere Anreize für leisere Flugzeuge.
Städte wie Nauheim und Rüsselsheim werden von weniger Lärm betroffen sein, während die Bewohner von Flörsheim und Eddersheim mit höheren Belastungen rechnen müssen. Für Wiesbaden und Mainz ergibt sich dagegen keine spürbare zusätzliche Belastung. Die aktuellen Betriebsregeln bleiben vorerst bis mindestens 2028 in Kraft.
Zudem wurde eine freiwillige Lärmschutzvereinbarung getroffen, die den erweiterten Schallschutz für Gebäude sowie zusätzliche Fördermittel für stark betroffene Gebiete vorsieht. Das Land Hessen wird die Umsetzung überwachen und kontinuierlich prüfen, ob die Vorgaben eingehalten werden.
Der neue Plan hält die Gesamtlärmbelastung auf dem bisherigen Niveau, verlagert sie jedoch auf verschiedene Gemeinden. Betroffene Anwohner erhalten zusätzliche Unterstützung durch Schallschutzmaßnahmen und Förderprogramme. Der Fortschritt wird vom Land dokumentiert, um sicherzustellen, dass die Änderungen wie vorgesehen umgesetzt werden.






