12 November 2025, 06:05

Neobroker trumpfen mit Null-Gebühren – Commerzbank verlangt 814 Euro pro Jahr

Mehrere Geldbörsen sind auf einem Tisch platziert.

Stiftung Warentest: Umstieg von Filialbank auf Neo-Broker kann sich lohnen - Neobroker trumpfen mit Null-Gebühren – Commerzbank verlangt 814 Euro pro Jahr

Stiftung Warentest hat 42 Depotangebote geprüft – und zeigt: Vier Neobroker halten die Kosten extrem niedrig und bieten sogar kostenlose Konten an. Vier Filialbanken dagegen bieten Sparpläne für 12 Euro oder weniger pro Jahr an, während das Klassikdepot der Commerzbank mit 814 Euro jährlich am teuersten ist.

In die Bewertung flossen vier Musterdepots mit unterschiedlichen Handelsfrequenzen und Anlagevolumina ein. Vier Neobroker stachen dabei heraus, da sie durchgehend günstig blieben und für alle Musterdepots komplett kostenfreie Dienstleistungen anboten. Sie stellen damit eine preiswerte Alternative zu klassischen Bankangeboten dar.

Vier traditionelle Filialbanken – darunter voraussichtlich die Deutsche Bank, die Commerzbank, die HypoVereinsbank (UniCredit Bank) und die Postbank – boten hingegen Sparpläne für 12 Euro oder weniger pro Jahr an, was Stiftung Warentest als kostengünstig einstuft. Das Klassikdepot der Commerzbank erwies sich jedoch als das teuerste Angebot: Für ein mittelgroßes Depot verlangt die Bank 814 Euro jährlich.

Die Untersuchung unterstreicht den wachsenden Wettbewerb im Bankensektor, bei dem Neobroker die etablierten Institute mit niedrigen Gebühren unter Druck setzen. Allerdings hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits Beschwerden über Neobroker erhalten – vor allem zu Depotübertragungen und der Orderausführung. Kunden wird geraten, die Angebote genau zu vergleichen und Kosten sowie Leistungen sorgfältig abzuwägen, bevor sie sich entscheiden.