Frau betrügt mit falscher Schwangerschaftsbehauptung Geld - Mutter und Sohn wegen fingierter Schwangerschaft vor Gericht
Eine 35-jährige Frau und ihr Sohn müssen sich wegen besonders schweren Betrugs vor dem Amtsgericht Rendsburg in Schleswig-Holstein verantworten. Die Mutter hatte eine Schwangerschaft vorgetäuscht, um Unterhaltszahlungen zu erpressen. Die Angeklagte, deren Identität aus Datenschutzgründen nicht preisgegeben wird, gab sich auf einem Dating-Portal als 38-Jährige aus. Im Mai 2017 traf sie in einem Hotel einen 67-jährigen Mann, dem sie vorspiegelte, mit Zwillingen schwanger zu sein. Später forderte sie Unterhaltszahlungen und erhielt tausende Euro – angeblich für einen Abbruch, der nie stattfand. Das Geld ließ sie auf das Konto ihres Sohnes überweisen. Der vorsitzende Richter hatte Schwierigkeiten, klare Antworten zu erhalten, da ihre Aussagen voller Widersprüche waren. Die Angeklagte gestand die Tat und begründete sie mit schwierigen persönlichen Umständen, darunter mehrere gescheiterte Ehen und vier Kinder. Der Prozess wird mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt, nachdem der 35-jährige Mitangeklagte – ihr Sohn – die Aussage verweigert hatte. Der Frau und ihrem Sohn wird besonders schwerer Betrug vorgeworfen, nachdem sie eine Schwangerschaft erfunden hatte, um Unterhaltszahlungen zu erpressen. Der 67-Jährige wurde um etwa 20.000 Euro betrogen. Der Prozess geht mit weiteren Zeugenbefragungen weiter.