Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlfahrerin im deutschen Fernsehen Barrieren
Emilia KönigMirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlfahrerin im deutschen Fernsehen Barrieren
Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen, die im Rollstuhl sitzt. Offiziell gehört sie seit dem 12. Februar zum Team des Bayerischen Rundfunks (BR), nachdem sie ein erfolgreiches Probesprechen für die BR24-Nachrichten absolviert hatte. Ihre Ernennung markiert einen bedeutenden Moment für die Repräsentation in den deutschen Medien.
Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim Bayerischen Rundfunk. Im Laufe der Jahre arbeitete sie als Reporterin für die ARD-Studios in Rom und Wien, bevor sie zu BR zurückkehrte. Zudem moderierte sie die Radiosendung Leben mit Behinderung und lenkte damit die Aufmerksamkeit auf Themen, die Menschen mit Behinderungen betreffen.
Nach einer gut aufgenommenen Probezeit als Nachrichtensprecherin erhielt Kottmann ihre feste Position bei BR24. Sie präsentiert nun die Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Ihre Ernennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sie mit Multipler Sklerose lebt – eine Erkrankung, über die sie offen spricht.
Obwohl es keine genauen Zahlen gibt, wie viele fest angestellte Nachrichtensprecher:innen mit körperlichen Behinderungen im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeiten, ist Kottmanns Präsenz auf dem Bildschirm ein bemerkenswerter Meilenstein. Ihre Erfahrung und Professionalität haben ihr in der Branche Anerkennung eingebracht.
Mit ihrer neuen Position steht Kottmann an vorderster Front der deutschen Nachrichtenberichterstattung. Sie wird weiterhin tägliche Nachrichtensendungen moderieren und gleichzeitig die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen in den Medien fördern. Ihre Karriere spiegelt nicht nur ihr journalistisches Können wider, sondern auch ihre Rolle als Pionierin in diesem Bereich.






