24 March 2026, 10:06

Millarden-Deal für F126-Fregatten: Rheinmetall führt im Rennen um Deutschlands größten Marineauftrag

Balkendiagramm, das Wertminderungen von Ölunternehmen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Millarden-Deal für F126-Fregatten: Rheinmetall führt im Rennen um Deutschlands größten Marineauftrag

Der Wettbewerb um Deutschlands größten Marineauftrag heizt sich weiter auf. Rheinmetall hat sich mittlerweile als führender Anwärter für das F126-Fregattenprogramm positioniert – ein rund 10 Milliarden Euro schweres Projekt zum Bau von sechs neuen Kriegsschiffen. Unterdessen meldet der Rüstungskonzern RENK Rekordgewinne, doch der Aktienkurs bleibt angesichts der Marktunsicherheit unter Druck.

Das F126-Programm stellt den größten Neubautenauftrag der deutschen Marine seit Jahrzehnten dar. Mit einem Budget von etwa 10 Milliarden Euro sollen sechs hochmoderne Fregatten entstehen. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit Rheinmetall als möglichen Hauptauftragnehmer – neben einem weiteren Bieter. Eine Entscheidung wird bis spätestens April 2026 erwartet.

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Rheinmetalls Bemühungen um den Auftrag haben den Marktwert des Unternehmens bereits auf rund 72 Milliarden Euro steigen lassen. Durch die Übernahme von Naval Vessels Lürssen, einem Schlüsselspieler im Kriegsschiffbau, hat der Konzern seine Position weiter gestärkt. Bei einer Zusage könnte Rheinmetall den Deal bereits in diesem Sommer unter Dach und Fach bringen.

Unterdessen veröffentlichte RENK starke Finanzzahlen für das Jahr 2025. Der Umsatz erreichte mit 1,37 Milliarden Euro einen Rekordwert, während sich der Nettogewinn auf 101 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Der Auftragsbestand beläuft sich aktuell auf 6,68 Milliarden Euro. Für 2026 prognostiziert RENK einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis zwischen 255 und 285 Millionen Euro.

Trotz dieser Erfolge schwindet das Vertrauen der Anleger. Der Aktienkurs von RENK gab um etwa drei Prozent nach und notiert mittlerweile über 40 Prozent unter dem Höchststand von Oktober 2025. Noch deutlicher waren die Verluste bei ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), einem weiteren Rüstungskonzern, dessen Kurs um fast sieben Prozent einbrach. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem F126-Beschaffungsverfahren belastet beide Unternehmen.

Zusätzlichen Druck üben die angespannten geopolitischen Rahmenbedingungen aus. Aktuelle Entwicklungen, darunter ein Ultimatum der USA zur Öffnung der Straße von Hormus, verschärfen die Marktturbulenzen. Die Anleger beobachten gespannt die anstehende Entscheidung des Verteidigungsministeriums.

RENK hat zudem eine Dividendenerhöhung um 38 Prozent auf 0,58 Euro pro Aktie bekannt gegeben; der Ex-Tag ist auf den 11. Juni 2026 datiert. Die Vergabe des F126-Auftrags wird voraussichtlich die Zukunft der deutschen Marine-Rüstungsbranche prägen. Sowohl Rheinmetall als auch RENK bereiten sich auf eine Entscheidung vor, die ihre Rolle in der Industrie neu definieren könnte.

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