Meiningen startet Wirtschaftsrundtisch neu – frischer Dialog für lokale Unternehmen
Claudia SeidelMeiningen startet Wirtschaftsrundtisch neu – frischer Dialog für lokale Unternehmen
Meiningen belebt seinen Wirtschaftsdialog wieder – Rundtisch nach mehrjähriger Pause neu gestartet
Nach einer mehrjährigen Unterbrechung hat Meiningen seinen Wirtschaftsrundtisch wiederbelebt, um eine zentrale Plattform für den wirtschaftlichen Austausch neu aufzubauen. Die erste Veranstaltung im Jahr 2026 fand im Mehrgenerationenhaus statt und brachte Unternehmer, Stadtvertreter sowie regionale Führungskräfte zusammen. Die Organisatoren erhoffen sich von der Initiative neuen Schwung für die lokale Zusammenarbeit und das Wirtschaftswachstum.
Der Wirtschaftsrundtisch blickt in Meiningen auf eine lange Tradition zurück: Bereits 2016 traf man sich erstmals zu diesem Format, das Unternehmer damals als Raum nutzten, um offen über Herausforderungen, Chancen und regulatorische Rahmenbedingungen zu diskutieren. Bürgermeister Fabian Giesder betonte den Wert dieser früheren Gespräche, die maßgeblich zur Ausgestaltung der lokalen Wirtschaftspolitik beigetragen hätten.
Die Neuauflage in diesem Jahr wurde gemeinsam von der Stadt Meiningen, Sebastian Wehlisch (Geschäftsführer der Sozialwerk Meiningen gGmbH) und Daniel Weißbach (Leiter der Psychosozialen Dienste für Kinder, Jugendliche und Erwachsene) ausgerichtet. Beide stellten ihre Einrichtungen vor und hoben deren Rolle für das soziale und wirtschaftliche Gefüge der Region hervor.
Zu den prominenten Gästen zählten Colette Boos-John, Thüringens Wirtschaftsministerin, sowie die Landtagsabgeordnete Janine Merz. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Stadtverwaltung und regionalen Partnern. Künftig soll der Rundtisch regelmäßig stattfinden, um aktuelle Themen zu behandeln und die Vernetzung voranzutreiben.
Meiningens übergeordnete Wirtschaftsstrategie verfolgt drei Ziele: die Förderung von Unternehmenswachstum, die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen sowie die Schaffung stabiler Rahmenbedingungen für Investitionen. Zwar liegen keine aktuellen Vergleichsdaten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt vor, doch Einzelbeispiele wie die Expansion eines lokalen Steinmetzbetriebs Anfang 2025 deuten auf Lichtblicke hin – trotz übergeordneter Herausforderungen in der Region, etwa stagnierender Aufträge und steigender Krankheitsstände im Handwerk Südthüringens.
Der wiederbelebte Wirtschaftsrundtisch soll künftig als dauerhaftes Forum für den Dialog zwischen Unternehmen, Politik und gesellschaftlichen Akteuren dienen. Die kommenden Treffen werden sich mit drängenden Wirtschaftsfragen beschäftigen und Meiningens Engagement für unternehmensfreundliche Politik unterstreichen. Die Stadt erwartet, dass die Initiative eine zentrale Rolle in ihren langfristigen Entwicklungsplänen einnehmen wird.