Mehr Schulabgänger ohne Abschluss in Schleswig-Holstein als je zuvor
Noah WernerMehr Schüler in Schleswig-Holstein ohne Abschluss - Mehr Schulabgänger ohne Abschluss in Schleswig-Holstein als je zuvor
In Schleswig-Holstein verlassen immer mehr Schülerinnen und Schüler die Schule ohne grundlegende Abschlüsse. 2024 beendeten 2.713 junge Menschen ihre Schullaufbahn ohne Abschlusszeugnis – ein Anstieg gegenüber 2.499 im Vorjahr. Als Hauptgründe für diese Entwicklung nennen Behörden Sprachdefizite, psychische Belastungen und Schulverweigerung.
Die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss steigt seit 2022 kontinuierlich an. Damals verließen 2.333 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss, 2023 waren es bereits 2.499, bevor die Zahl in diesem Jahr auf 2.713 kletterte. Rund 800 von ihnen schaffen nicht einmal den Ersten Allgemeinen Schulabschluss (ESA) – das entspricht etwa drei Prozent eines jeden Jahrgangs. Weitere 1.200 erhalten stattdessen ein Abschlusszeugnis der Förderschule anstelle des regulären ESA nach der neunten Klasse.
Trotz neuer Förderprogramme hält der negative Trend an. Die Bildungsbehörde des Landes setzt weiterhin auf gezielte Maßnahmen, um Sprachlücken zu schließen, psychische Probleme zu bewältigen und die Schulpräsenz zu verbessern. Ob diese Ansätze langfristig die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss verringern, wird in den kommenden Jahren genau beobachtet werden.