Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Emilia KönigSpätverleihung des Karlspreises an belarussische Oppositionsfigur Kolesnikova - Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Maria Kolesnikowa, die bekannte belarussische Oppositionsführerin, ist mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Die feierliche Verleihung fand in der Krönungshalle zu Aachen statt. Die Auszeichnung würdigt ihren mutigen Einsatz für Demokratie und freie Wahlen unter dem autoritären Regime von Alexander Lukaschenko. Kolesnikowa war erst im Dezember 2025 nach einer fünfjährigen Haftstrafe aus der Gefangenschaft entlassen worden – eine Strafe, die sie für ihre Rolle bei den Massenprotesten gegen Lukaschenko im Jahr 2020 erhalten hatte.
2020 war Kolesnikowa nach ihrer Führung der Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl Lukaschenkos festgenommen worden. Ein Gericht verurteilte sie später zu elf Jahren in einer Strafkolonie wegen ihrer oppositionellen Aktivitäten. Trotz internationaler Kritik bleibt Belarus fest in Lukaschenkos Hand, der enge Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin pflegt.
Der Karlspreis, eine der renommiertesten Auszeichnungen Europas, war Kolesnikowa bereits 2022 für ihren "außergewöhnlichen Mut" bei der Verteidigung demokratischer Werte zuerkannt worden. Offiziell nahm sie die Ehrung nun am vergangenen Wochenende in Aachen entgegen, wo sie nach ihrer Haftentlassung empfangen wurde.
Nach Jahren in Haft kam Kolesnikowa Ende 2025 frei. Deutschland hat sie seitdem aufgenommen und plant, ihr politisches Asyl zu gewähren.
Ihre Freilassung folgt auf eine lange Inhaftierung wegen ihres Widerstands gegen Lukaschenkos Regierung. Der Karlspreis unterstreicht ihren anhaltenden Kampf für die Demokratie in Belarus. Kolesnikowa lebt nun in Deutschland, wo sie ihre politische Arbeit unter dem Schutz des Asyls fortsetzen wird.