Mainz verliert bis 2027 Hunderte Sozialwohnungen durch auslaufende Mietpreisbremse
Emilia KönigMainz verliert bis 2027 Hunderte Sozialwohnungen durch auslaufende Mietpreisbremse
Mietpreisbremse für hunderte geförderte Wohnungen in Mainz läuft in den nächsten zwei Jahren aus
Bis Ende 2027 verlieren insgesamt 866 Wohnungen in Mainz ihre Mietpreisbindung und unterliegen dann keinen staatlichen Preisobergrenzen mehr. Vermieter erhalten damit das Recht, die Mieten innerhalb der gesetzlichen Vorgaben anzupassen.
Die erste Welle der Änderungen betrifft bereits bis Ende 2026 insgesamt 98 Wohnungen, vor allem in den Stadtteilen Neustadt und Weisenau. Mieter in diesen Objekten müssen von ihren Vermietern offiziell über mögliche Mieterhöhungen informiert werden.
Bis Ende 2027 folgen weitere 768 Wohnungen, deren Mietpreisbremse dann entfällt. Betroffen sind unter anderem die Viertel Finthen, Weisenau, Gonsenheim und Mombach. Sobald die Bindungen auslaufen, dürfen Vermieter die Mieten erhöhen – solange sie sich im rechtlichen Rahmen bewegen. Die Stadtverwaltung hat dann keine direkte Möglichkeit, einzugreifen.
Um die Folgen abzufedern, steht das städtische Wohnungsförderungsamt in Verhandlungen mit Wohnungsanbietern. Eine Option wäre die Verlängerung der Mietpreisbindung durch freiwillige Teilnahme an Landesförderprogrammen. Dazu könnten der Erwerb von Belegungsrechten oder der Zugang zu Modernisierungsmitteln gehören. Noch unklar sind jedoch die genauen Kriterien, unter denen diese Wohnungen weiterhin als Sozialwohnungen gelten sollen.
Mit dem Auslaufen der Mietpreisbremse entfallen bis Ende 2027 die Preisobergrenzen für 866 Wohnungen. Vermieter erhalten dann Spielraum für Mieterhöhungen, müssen sich dabei aber an die gesetzlichen Regelungen halten. Die Stadt prüft weiterhin Möglichkeiten, bezahlbaren Wohnraum durch staatliche Anreize zu sichern.






