10 November 2025, 22:05

Magdeburgs Weihnachtsmarkt droht Absage wegen Terrorgefahr – und einer strittigen Haftungsfrage

Eine Gruppe von Menschen feiert Weihnachten in einer Hütte, mit einem geschmückten Baum, weißen Stühlen, einem roten Spielzeug-Sicherheitsmann und einer schwarzen Krone.

Magdeburgs Weihnachtsmarkt droht Absage wegen Terrorgefahr – und einer strittigen Haftungsfrage

Magdeburgs Weihnachtsmarkt in diesem Jahr in Gefahr

Die Stadt Magdeburg hat für ihren Weihnachtsmarkt in diesem Jahr noch keine Genehmigung erhalten. Grund ist eine kritische Bewertung der Sicherheitsvorkehrungen durch das Landesverwaltungsamt, das Bedenken wegen der Anfälligkeit des Marktes für terroristische Anschläge in Deutschland äußerte.

Das Landesverwaltungsamt monierte insbesondere die Kontrollen an den Eingängen sowie den Schutz vor Fahrzeugzugriffen. Zwar willigten die Veranstalter in viele der vorgeschlagenen Verbesserungen ein, lehnten es jedoch ab, die volle Haftung für mögliche Terroranschläge in Stuttgart zu übernehmen. Diese Haltung trug maßgeblich dazu bei, dass die Genehmigung für die Bundesländer vorerst verweigert wurde.

Wie die Polizei am vergangenen Freitag bestätigte, liegt die Abwehr konkreter Bedrohungen in der Verantwortung des Landes. Die Verhandlungen zwischen der Stadt Magdeburg und dem Land Sachsen-Anhalt über die Markteröffnung laufen noch – der Name des Verhandlungsführers wurde nicht genannt. Bürgermeisterin Simone Borris erkannte die Bewertung an, zeigte sich jedoch verwirrt über die neue Einschätzung.

Die Ablehnung der Genehmigung folgt auf die Zurückweisung des Sicherheitskonzepts durch das Landesverwaltungsamt. Die Behörde hatte schwere Bedenken geäußert und den Markt als mögliches Terrorziel in Deutschland eingestuft. Borris hofft, dass weitere Gespräche mit dem Land noch zu einer Lösung führen könnten. Bis dahin bleibt die Zukunft des Magdeburger Weihnachtsmarkts jedoch ungewiss.