10 November 2025, 20:04

Magdeburg sagt Weihnachtsmarkt nach tödlichem Anschlag 2024 ab

Ein Weihnachtsbaum auf einer Straße mit Menschen darauf, flankiert von zwei Fahnenmasten, mit beleuchteten Gebäuden im Hintergrund.

Noch keine Genehmigung für den Magdeburger Weihnachtsmarkt - Magdeburg sagt Weihnachtsmarkt nach tödlichem Anschlag 2024 ab

Magdeburger Weihnachtsmarkt wegen Sicherheitsbedenken nicht genehmigt

Wie Oberbürgermeisterin Simone Borris in einer dringlichen Sitzung des Stadtrats bekannt gab, wurde der Magdeburger Weihnachtsmarkt aufgrund von Sicherheitsmängeln nicht genehmigt. Der Beschluss folgt auf ein kritisches Schreiben des Landesverwaltungsamts, das sich auf den Sicherheitsplan des Marktes bezog.

Bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt im Jahr 2024 war ein Auto in die Menschenmenge gerast, wobei sechs Menschen ums Leben kamen und etwa 300 verletzt wurden. Der Prozess gegen den Beschuldigten, den 51-jährigen Saudiaraber Taleb al-Abdulmohsen, begann am Montag vor dem Landgericht Magdeburg.

Das Landesverwaltungsamt hatte insbesondere Bedenken bei den Zugangsregelungen und der Personalsituation im aktuellen Sicherheitskonzept geäußert. Trotz dieser Kritik übt Borris scharfe Kritik an der Vorgehensweise der Behörde und zeigt sich hoffnungsvoll, dass der Markt durch gemeinsames Engagement doch noch stattfinden könnte. Die Genehmigung wurde jedoch verweigert – mit dem Vorwurf, der Veranstalter habe seine Pflichten nicht erfüllt. Gegen den Organisator werden nun sechs Mordvorwürfe sowie 338 Vorwürfe wegen versuchten Mordes erhoben.

Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 hatte das Landesverwaltungsamt erhebliche Zweifel an der Sicherheit der Veranstaltung angemeldet. In der Folge wird der Magdeburger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter läuft derzeit vor dem Landgericht Magdeburg.