Lübecks neuer Mietspiegel 2025 zeigt: Wohnen wird in Top-Lagen bis zu 12 Prozent teurer
Greta WagnerLübecks neuer Mietspiegel 2025 zeigt: Wohnen wird in Top-Lagen bis zu 12 Prozent teurer
Lübecks aktueller Mietspiegel ist in Kraft getreten – und zeigt einen stetigen Anstieg der Wohnkosten in der gesamten Stadt. Der im Februar 2026 beschlossene, aktualisierte Mietspiegel bildet die ortsüblichen Vergleichsmieten zum Stichtag 1. Mai 2025 ab und dient nun als offizielle Richtgröße für nicht preisgebundene Wohnungen. Die Daten offenbaren deutliche Unterschiede zwischen begehrten und weniger nachgefragten Stadtteilen.
Die durchschnittliche gewichtete Nettokaltmiete in Lübeck ist im Vergleich zum Mietspiegel von 2023 um 0,23 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Bei privat finanzierten Wohnungen zahlen Mieterinnen und Mieter nun im Schnitt 8,46 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 1,3 Prozent innerhalb eines Jahres. Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf die Grundmiete ohne Neben- oder Heizkosten.
Die Lage bleibt der entscheidende Preisfaktor. In attraktiven Vierteln wie der Altstadt oder St. Gertrud stiegen die Mieten innerhalb von zwei Jahren besonders stark: um 8 bis 12 Prozent. Anfang 2026 liegen die Quadratmeterpreise dort zwischen 12,50 und 14,20 Euro. Weniger gefragte Stadtteile wie St. Jürgen oder Travemünde verzeichneten dagegen moderate Steigerungen von 4 bis 6 Prozent, mit Mieten zwischen 9,80 und 11,00 Euro pro Quadratmeter.
Der Mietspiegel weist zudem einen Aufschlag von 0,44 Euro für Top-Lagen und einen Abschlag von 0,47 Euro für weniger beliebte Gebiete aus. Erstellt wurde die Studie vom Hamburger Beratungsunternehmen FUB IGES Wohnen+Immobilien+Umwelt GmbH. Der vollständige Bericht steht auf der städtischen Website unter www.luebeck.de/mietspiegel zur Verfügung.
Der Mietspiegel 2025 trat am 1. Februar 2026 gemäß § 558d des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) in Kraft. Er bietet Vermietern und Mietern eine verbindliche Orientierungshilfe für die Mietpreisgestaltung bei nicht preisgebundenen Wohnungen. Die Daten unterstreichen, wie stark Nachfrage und Lage die Wohnkosten in der Hansestadt prägen.






